talketing is story-telling

Wenn ich Gespräche initiieren und gestalten möchte, dann muss ich mir vorab nicht nur darüber klar werden, welchen Inhalt ich kommunizieren möchte, sondern auch, welche Form ich dafür wählen muss.

Simples Absondern plumper Marketing-Botschaften reicht schon lange nicht mehr aus, um im umkämpften Markt der Aufmerksamkeit beachtet zu werden. Der Adressat unterscheidet nur zu genau in das, was für ihn relevant und interessant ist und den Rest – nämlich Müll.

Als Allheilmittel wird im Moment das story-telling angesehen: Wir sehen am Beispiel des „Manufactum„-Katalogs, wie die kleinen Geschichten zu den Produkten enorm zur Wertsteigerung beitragen, doch auch hier gilt: Geschichten erzählen ist nicht schwer, gehört zu werden dagegen sehr.

Wie so häufig lohnt sich ein Blick über den Tellerand: Sebastian Rudolph zeigt in dem Blog PR-Fundsachen anhand der Serie „Lost“ auf, wie gutes story-telling aufgebaut sein sollte. Wenn die Bereitschaft, sich mit Inhalten auseinanderzusetzen schwindet und wir zusehends in der Informationsflut unterzugehen drohen, muss der Erzähler uns zunächst eine Plattform anbieten, eine Hauptbühne, von der aus sich alle weiteren Stränge entwickeln können, aber auch wieder zurückführen. Insbesondere, wenn viele verschiedene Nebenbühnen die Geschichte beleben – z.B. auch indem wir crossmedial arbeiten, also viele verschiedene Medien nutzen -, ist der rote Faden von großer Bedeutung. Denn dieser hält uns als Empfänger nicht nur bei der Stange, sondern er bindet uns in eine Community ein – wenn er zu fesseln vermag!

Was fesselt uns? Menschen! Denn Menschen erzählen Geschichten, Geschichten erzählen von Menschen. Es sind Menschen, die langweilige und abstrakte Themen in fesselnde Geschichten verwandeln. Daher sollten auch wir nicht als Firmen oder Unternehmen sprechen, sondern als Mitarbeiter, Gründer, Unternehmer, und unsere Geschichte erzählen, oder die der Menschen, mit denen wir arbeiten, oder die der Menschen, für die wir arbeiten. So sehr uns Apple-Produkte interessieren, so ist es doch Steve Jobs, der die Marke mit seiner Aura gefüllt hat.

Und auch eines der erfolgreichsten Bücher erzählt von Menschen: die Bibel. Auch das zweiterfolgreichste: Harry Potter. Nur das mit der drittgrößten Auflage nicht: der IKEA-Katalog. Oder doch…..? 🙂

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