Archiv für den Monat April 2011

„Nicht immer weiter ins Licht gehen!“

Ich stehe mit der Meinung nicht ganz alleine da, dass der Vortrag von Gunter Dueck das Highlight der diesjährigen re:publica XI war. Dueck, Chief Technologist bei IBM, sprach über das „Internet als gesellschaftliches Betriebssystem“ und legte dabei dar, wie wir zum einen ohne eine umfassende Verbindung der Plattformen weiter ins Chaos fallen und wie zum anderen das Internet ganze Berufszweige obsolet machen wird (byebye „Amateur-Intelligenz“) – und welche Herausforderungen das an uns stellt.

Schon Jeff Jarvis hat vor zwei Jahren in seinem äußerst lesenswertem Buch „Was würde Google tun“ darauf hingewiesen, dass das Internet (und gerade Google als Sucmaschine) vermittelnde Berufe und Dienstleistungen überflüssig macht und nur noch die strukturgebenden Berufsfelder (von denen noch viele neue im Enstehen sind) eine Zukunft haben werden.

Unter talketing-Aspekten finde ich einen Aspekt des Dueck-Vortrages besonders interessant: Platons Höhlengleichnis, das besagt, dass derjenige, der in der dunklen Höhle das Licht des Ausgangs entdeckt, nicht immer weiter ins Licht gehen sollte, sondern in die Höhle zurückkehren muss, um den anderen vom Licht zu erzählen. Nie war es so leicht wie heute, unser Wissen, unsere Erkenntnisse miteinander zu teilen, nie waren Geheimnisse oder der Versuch, sein Wissen für sich behalten zu wollen, unsinniger.

Wir werden alle erst klüger, stärker und freier, wenn wir uns gegenseitig ins Licht führen…

Hier der Mittschnitt des Vortrags – leider fehlen die ersten Minuten, aber man kommt trotzdem gut rein. Nehmt euch die 45 min Zeit und lauscht seinen Worten – es ist nicht nur klug, was er sagt, sondern auch sehr unterhaltsam vorgetragen! Viel Vergnügen!

Advertisements
Getaggt mit , , , , ,

makketing spricht… über Jägermeister

Ältere Semester können sich vielleicht noch an Rudi, den röhrendenHirschen, erinnern, den man in dern 80ern anrufen konnte (war ein großer Partyspaß – jaja, so war das damals…) – eine weitere der „wilden“ Werbeaktionen von Jägermeister. Und da es bei „Zwei auf eins“ diesen Sonntag um „Mast“ ging, kag es nahe, über den Marketing-Macher Günter Mast ein wenig zu plaudern….

Nachhören könnt ihr es wie immer hier:

Auf Wiederröhren!

Bilder, Videos und mehr zum Thema findet ihr auf dem makketing-Blog!

Getaggt mit , , , ,

Echte Fans sind unbezahlbar

Es gibt Geschichten die uns die Unternehmen erzählen – mal als Werbung, mal als PR, mal mehr, mal weniger authentisch, unterhaltsam und fesselnd.

Wenn Kunden und Nutzer sprechen, dann zumeist nur von den negativen Seiten eines Produktes – ist ja auch viel spannender – und durchaus menschlich. Nichts enttäuscht mehr als auf die Frage „Wie war dein Urlaub?“ die Antwort „Oh, toll,  super Wetter, 1a-Hotel, prima Essen…“ zu erhalten.  Um wieviel unterhaltsamer wird das Gespräch doch, wenn die Antwort lautet: „Du kannst es dir nicht vorstellen: Kaum bin ich ins Flugzeug gestiegen, ging der Ärger schon los….“

Doch es gibt auch noch Fans. Die mit Herzblut bei einer Sache sind. Nur sind die meistens etwas schweigsamer. Dank Internet lernen wir aber auch diese immer häufiger kennen. Und ihre Geschichten können richtig bewegend sein:

Für Unternehmen sind diese Fans und deren Stories unbezahlbar. Man darf dabei nur nicht den Fehler machen, Fans dazu zu treiben, Geschichten zu erzählen. Sondern einfach nur mit seinen Produkten, seinen Dienstleistungen, seinen Visionen die Kunden so begeistern, dass sie zu Fans werden. Der Rest kommt dann von selbst 🙂

Getaggt mit , , ,

Guerilla Marketing: Überraschung erzeugt Gespräche

Egal ob legal, halblegal oder illegal: Die beste Guerilla-Marketing-Idee verpufft, wenn über die Aktion nicht gesprochen wird. Ein „du glaubst gar nicht, was ich heute gesehen habe….“ war lange Zeit der angestrebte Effekt, kann aber heute nur noch das Minimalziel sein.

Eines der Guerilla-Highlights des letzten Jahres, nämlich das kommunikative Kapern eines Easy-Jet-Fluges durch German Wings, hätte bloß 50 Flugreisende erreicht, wenn es nicht aufgezeichnet und bei YouTube veröffentlicht worden wäre. Die virale Verbreitung führte zu hunderttausenden Kontakten….

Hier dazu noch ein schöner Blick hinter die Kulissen, denn Guerilla-Marketing bringt ja den großen Vorteil mit sich, dass die Kosten sehr überschaubar sind:

Die höchste Wirkung entfalten Guerilla-Aktionen jedoch dann, wenn sie nicht losgelöst und punktuell eingesetzt werden, weil irgendeine Agentur eine flippige Idee hatte, sondern wenn sie in eine Kommunikationsstrategie eingebunde sind, die die Überraschung und die entstehenden Gespräche weiter kanalisiert und in die gewünschte Richtung leitet:

Egal mit welchem Instrument, egal in welchem Medium: Aufmerksamkeit zu erreichen reicht alleine nicht aus. AIDA greift zu kurz. Möchte ich Erfolg haben, muss ich soviele Mensche wie möglich zum talketing bringen!

Getaggt mit , , , , ,