Archiv für den Monat Januar 2012

Personal-Marketing viral

Nur die besten Mitarbeiter sind gut genug für das eigene Unternehmen – doch wie findet man diese? Wie spricht man die junge, hippe In-Crowd an, wie weckt man ihr Interesse? Ach, am einfachsten ist es doch, wenn eigene Mitarbeiter die Vorzüge der Firma darlegen – und mit technischen Mittel kennen sich die digital natives ja bestens aus… hat man sich wohl auch bei Twitter gedacht:

Ein großer viraler Erfolg, der hoffentlich auch die gewünschten Bewerber zu Twitter treibt. Doch wir sonst so als humorlos verschrieenen Deutschen müssen uns diesmal nicht verstecken, denn auch bei uns regiert der Personaler-Wahnsinn:

Stellenmarkt ist sooo 90er – heutzutage wird viral gesucht. Anzeigen ade!

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Von Leistung und Nutzen….

Also ich weiß schon lange nicht mehr, wie mein Smartphone technisch ausgerüstet ist. Auch diese unglaublichen vielen Kürzel auf den ausgestellten Fernsehern im Madia-Markt sagen mir überhaupt nichts. Und das gilt auch für die meisten anderen technischen Geräte. Leistungskommunikation (ich kann, ich kann, ich kann) ist öde und verkauft auch nicht, wenn sie allein in den Vordergrund gestellt wird. Viel spannender und mich gewinnender ist es, wenn man mir sagt, was ich alles mit einem Produkt anstellen kann, welche vielfältigen Nutzen es mir bringt (und man mir dann erklärt, aufgrund welcher Technik man mir diese versprechen kann).

Das ist nun keine wirklich neue Erkenntnis – wirft jedoch erst recht die Frage auf, warum immer noch so viel mit langweiligen technischen Features geworben wird. Ganz einfach: Man kann diese einfacher und leichter kommunizieren. Und außerdem freut es die Freaks in der Entwicklungsabteilung.

Nutzen gut darzustellen und prickelnd rüberzubringen ist viel schwieriger – im Handy-Markt gibt man sich aber dementsprechend Mühe, z.B. Nokia:

Auf den ersten Blick wird schon deutlich, dass diese Form der Inszenierung viel mehr Charme hat, als die reine Produktwerbung.

Auch Samsung hat sich in Kooperation mit Google+ dazu entschieden, lieber den Spaß zu zeigen, den man mit dem Smartie haben kann:

Wir sehen hier übrigens auch keine ultracoolen Menschen in futuristischen Settings wie bei anderen Anbietern, sondern „echte“ Menschen im alltäglichen Umfeld.

Verbreitung, Wirkung und die Beschäftigung mit der Botschaft ist selbstredend eine ganz andere als bei klassischer Werbung – und funktioniert auch deshalb so gut, weil sie weitaus emotionaler anspricht und humorvoller unterhält:

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Was der Kunde nicht weiss, kauft er nicht…

Eine der vielen vielen Marketing-Grundregeln lautet:

„Wer gesehen werden will, muss sich bewegen!“

Denn ansonsten stirbt man in Schönheit vor sich hin… Dazu zählt auch, dass man seinen potentiellen Kunden eben alles erzählt, was für diesen relevant sein könnte (ohne dabei geschwätzig zu werden, das ist ja die hohe Kunst!), denn was der Kunde nicht weiß, das kauft er auch nicht. So könnten beispielsweise Kompetenz, Erfahrung und Expertenstatus durchaus ein schlagendes Verkaufsargument sein…

Kommunikation muss heutzutage nicht mehr teuer sein, nach wie vor schlägt Idee Budget – wie im folgenden Fall:

Eine langweilige Anzeigen-Kampagne hätte sicherlich mehr gekostet… gutes Ambient-Marketing schafft hingegen hohe Aufmerksamkeit – und damit auch eher eine Auseinandersetzung mit der Botschaft.

Kommunikation – egal auf welchem Kanal – kann aber nur funktionieren, wenn die Botschaft stimmt, wenn sie klar und eindeutig ist. Doch manchmal vergisst man vor lauter Betriebsblindheit, was eigentlich erzählenswert sein könnte…

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