Archiv für den Monat März 2012

Virales viral erklärt

Virales Marketing entstand, als die Epidemologen sich darüber Gedanken machten, wie Krankheiten entstehen und sich ausbreiten, also: Wenn in der New Yorker U-Bahn jemand niest, wie lange dauert es dann, bis ganz New York einen Schnupfen hat? Und wie kann diese Kette unterbrochen werden – wenn überhaupt?

So eine Botschaft ist ja eigentlich auch nichts anderes als ein Virus, dachte sich da das Marketing und machte sich über die Ergebnisse her. Wer muss mit meiner Botschaft angeniest werden, damit er sie (natürlich möglichst kostenfrei) von sich aus weiter verbreitet – und wen muss man anniesen, damit das schneller geht?

Virales Marketing funktioniert natürlich noch viel besser, seit es YouTube und Social Media gibt, denn wir müssen ja heute nur noch auf „teilen“ klicken, um das, was uns gefällt, an alle anderen weiterzustreuen.

Nun gibt es aber immer noch Krankheiten, die sich viral ausbreiten, wenn man sich nicht schützt – nur: Wie macht man das der jungen Zielgruppe klar? Ganz einfach: Indem man einen Virus viral verbreitet!

Wirkt besser als jedes Aufklärungsplakat… wetten?

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Ich hätt‘ gern mal ein Rohr verlegt…

Kaum zu glauben, aber wahr: Es geht hier jetzt um storytelling – und auch um pornöse Stereotypen… Für jeden ist also etwas dabei!

Die Kunst des Geschichten-Erzählens in der Werbung liegt ja darin, in aller Kürze uns ein Produkt mit einer story zu präsentieren. Das geht oftmals nur durch die Nutzung von Stereotypen, denn dabei müssen nicht viele Worte verloren werden – und jeder findet schnell in das Setting rein. Was brauchen wir nun, um schnell ins Thema *räusper* „erotische Unterhaltung“ zu kommen? Zum Beispiel einen Pizzaboten, einen heißen Hasen im Handtuch und Ebbe im Portemonnaie:

Oder zwei Freundinnen allein zuhause,  einen dümmlichen Muskelhonk und einen schmutzigen Pool:

Sofort hat man Bilder im Kopf – und umso erfrischender ist es, dass die Klischees dann durchbrochen werden. Diese Überraschung macht Spaß beim Ansehen und transportiert auch noch auf feinste Art die Botschaft: „Fantasy happens.“ Aber nur auf Amour Adult TV.

Neben diesem Dreh im storytelling ist es jedoch ebenso die stimmige Umsetzung: Die Spots sehen einfach aus wie ein billiger Porno. Wie immer ist die Idee zwar die halbe Miete – aber erst die Umsetzung macht den Erfolg.

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Rainvertising – erdacht in Hamburg (wo auch sonst)

Wenn in Hamburg einmal die Sonne scheint, dann ist es dort wunderschön – leider regnet es dort jedoch gefühlte 250 Tage im Jahr. Beste Voraussetzung für ein Regenschirmfachgeschäft wie „Schirm & Co„, das seit 1876 Schirme an die Hanseaten verkauft.

Doch auch der gute Fachhändler benötigt manchmal Werbung, hat aber erfahrungsgemäß selten einen Etat dafür. Idee schlägt Budget – und so kam folgende schöne Ambient-Aktion zum Einsatz:

Der Umsatz hat sich während der „Regenzeit“ verdreifacht – bei knapp 400 Euro Materialkosten, wie das Branchenmagazin (für Werbung, nicht für Regenschirme) „w&v“ schreibt.

Gute Ideen werden belohnt – auch für die Agentur JWT Germany hat sich die Aktion „bezahlt“ gemacht – mit dem Deutschen Mediapreis 2012 für die beste Media-Idee „Ambient“.

Wenigstens kann man nun dem Regen auch was Gutes abgewinnen in Hamburg…

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Kreative Bewerbungen: Domain-Napping und Stilles-Örtchen-Marketing

Nicht nur Unternehmen nutzen virales Marketing um die Besten der Besten anzusprechen (s. „Personal-Marketing viral„), sondern auch die Bewerber lassen sich immer häufiger sehr kreative Maßnahmen einfallen, um Aufmerksamkeit zu erhalten, z.B. durch Domain-Napping und anschliessende Erpressung:

Ok, vielleicht nicht unbedingt geeignet, wenn man sich bei einer Bank bewerben möchte….

Auch diese kreativen Studenten hier haben sich überlegt, wie sie ihrem Portfolio mehr Aufmerksamkeit und eine eingehende Beschäftigung verschaffen können – denn die Creative Directors dieser Welt haben ja nie Zeit und Ruhe – außer: auf dem stillen Örtchen. Und so war die Idee des „Toilet Book“ geboren:

Immerhin, sowohl Guerilla als auch Ambient Marketing waren erfolgreich. Es muss ja nicht immer gleich über Erpressung laufen, aber ich glaube, wer sich heute auf den Bewerbungspfad begibt, muss sich gut überlegen, wie er Aufmerksamkeit erzielen und seine Fähigkeiten optimal präsentieren kann. Ein braves Passfoto und eine schicke Mappe reichen da schon lange nicht mehr aus.

Gerade wenn man sich selbst als Produkt vermarktet, gilt: Nutzen- vor Leistungskommunikation. Wer nur erzählt, wie toll er ist und was er alles kann, langweilt. Spannender gerade für die Personalentscheider ist die Frage, welchen Nutzen ich als Bewerber für das Unternehmen mitbringe. Gute Zeugnisse haben viele, wenn nicht alle. Aber wo ist mein USP, was bringe ich dem Unternehmen, was auch wirklich nur ich mitbringen kann?

In den beiden vorliegenden Fällen haben die Jungs jeweils gezeigt, dass sie sich über Zielpersonen und deren Verhalten gut informiert haben, um dann eine ungewöhnliche, aber doch paßgenaue Aktion zu kreieren. Über eine gedruckte Bewerbung oder einen Agentur-Folder hätte das so nie geklappt…

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makketing spricht… über Werbeversprechen

Letzten Sonntag noch am Telefon, diesmal live im Studio – ich war wieder einmal bei „2 auf eins“ eingeladen. Thema: Muss Werbung halten, was sie verspricht?

Anhören kann man sich das wie immer hier:

Werbeversprechen

Beispiele für das Thema gibt es ohne Ende, ich stelle ein paar davon zusammen und biete  – auch wie immer – demnächst auf dem makketing-Blog ein bißchen mehr Hintergrundmaterial. Zum Beispiel auch dazu, ob die Wirkung von Alpecin wirklich so wissenschaftlich bewiesen ist, wie sie immer tun…

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makketing spricht… über den Mythos Hard Rock Café

„Hard Rock Hallelujah“ haben Lordi vor etlichen Jahren geschmettert und nein, es war keine Hymne auf das „Hard Rock Café“…

Über den Mythos Hard Rock Cafe befragt haben mich Daniel Finger und Sven Oswald, die Moderatoren von „2 auf eins“ bei radioeins  – und nachhören kann man das wie immer hier:

Mythos Hard Rock Cafe

Und da im Radio immer nur so wenig Zeit ist, kann man hier im makketing-Blog noch einiges zum Thema nachlesen – viel Vergnügen!

Und damit die Lordi-Fans nicht zu sehr enttäuscht sind…bitteschön:

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