Archiv für den Monat Juli 2013

Masochisten für Promo-Job gesucht – und gefunden!

Schmerz kann ja soo schön sein, wenn man daran Gefallen findet und einem gesunden Masochismus frönt. Doch kann man diese Leidenschaft auch zu Geld machen? Ja, natürlich, im Marketing!! Denn so manche Promo-Jobs können tiefe Befriedigung auslösen – und ich meine nicht, bei sommerlichen Temperaturen in dicken Kostümierungen durch die Innenstände zu laufen:

Potentielle Kunden: aufmerksam und begeistert, Promo-Jobber: glücklich, Auftraggeber: zufrieden (wenn die Kasse sich füllt).

Sowas nennt sich dann wohl Win-Win-Win-Situation….

Advertisements
Getaggt mit , , , , ,

Jetzt neu beim Rügenwalder: Kampfwürste

Die Rügenwalder Mühle ist ja schon lange mein Liebling: eine Mühle, die Wurst herstellt, und die man mittlerweile als Touristenattraktion sogar besichtigen kann. Jüngst hat man sich vom Werbegesicht Jörg Pilawa verabschiedet und kam auf die innovative Idee, die Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen, um das Unternehmen somit menschlicher aber auch ein wenig transparenter zu machen.

Doch dann kam der neue Chef… Alexander von Eich. Und der war der Meinung, dass man aus den Mitarbeitern wie aus weichem Mühlenmett stahlharte Kampfwürste formen müsste, um allen Herausforderern in der Republik zu zeigen, dass nur Rügenwalder Wurst groß und stark macht:

So viel Humor hätte man denen ja gar nicht zugetraut… und die betreuende Agentur hat mit viel Liebe zum Detail gearbeitet, wie das „Making of“ zeigt:

Fazit: Mit der Wahl von Christian Ulmen und seiner Figur hat man ein gutes Gespür bewiesen, um eine virale Aktion auch bei der entsprechenden Zielgruppe zu platzieren. Die Verknüpfung mit der „All-Stars-Tour“, bei der man sich in der Tat mit den Kombattanten messen kann, zeigt, dass eine gute Verknüpfung von below-the-line-Maßnahmen ganz andere Aufmerksamkeit schafft, als die reine klasssische Werbung.

Und was kann man gewinnen? Einen (Ge)Flügeltür-Mini…. 🙂

Getaggt mit , , , , , ,

If I had a hammer…. dann nur von Hornbach!

Nutzen-, Wert- und Leistungskommunikation, das sind die drei wesentlichen Bestandteile gerade auch in der Werbung. Und das Tolle ist: Man kann es auf jedes Produkt anwenden! Zum Beispiel auf einen Hammer.

Welchen Nutzen hat ein Hammer? Man kann damit Nägel in die Wand schlagen. Nun ja, nicht gerade von wesentlichem Wert…. Welches Leistungsversprechen birgt ein Hammer? Er ist so verarbeitet, dass er nicht gleich beim geringsten Widerstand zerbricht. Hmm. Ist ein Hammer dann 25,- Euro wert? Nicht wirklich – außer: Er ist aus einem alten Panzer gemacht und hält ewig. Und das ist doch schon einmal eine schöne Geschichte, die mit noch schöneren Bildern unterlegt werden kann:

Hornbach hat – mir sei es verziehen – wieder einmal gezeigt, wo der Hammer hängt. Und prompt waren die 7.000 produzierten Stück auch ratzfatz ausverkauft und werden auf Ebay schon für über 100 Euro gehandelt.

Storytelling zur Wertkommunikation – da schlägt sich doch der Nagel gleich viel besser in die Wand, wenn man den Kumpels noch erzählen kann, dass die Kraft eines ganzen Panzers im Schlag steckt.

Was wohl als nächstes kommt? Der Schraubendreher aus den Streben des Funkturms? Eine Zange aus dem Riesenrad vom Spreepark? Es bleibt spannend… 🙂

Getaggt mit , , , , , , ,

Sternenklau bei Mercedes – und weg war er!

Der Mercedes-Stern weckt viele Begehrlichkeiten, so hatte er in meiner Jugend beispielsweise den Status einer Trophäe – es konnten nicht genug gesammelt werden, natürlich nicht ganz legalerweise. Nicht umsonst ist der Mercedes-Stern das am meisten verkaufte Ersatzteil des Autoherstellers.

Und jetzt – ist er weg. Unbekannte Aktivisten sind in das Mercedes-Museum eingebrochen und haben in einer Nacht und Nebel-Aktion den Ur-Stern gestohlen:

Verbreitet wurde dieses Video viral, um aller Welt diese schändliche Tat zu dokumentieren.  Doch anders als beim geklauten Leibniz-Keks ging keine Erpresserforderung beim Unternehmen ein, sondern schon nach kurzer Zeit klärte sich der Einbruch auf – als kleine Marketingaktion. Nicht etwas für Mercedes, nein, sondern für die neue „Sternesammler“-App von der Baden-Württemberg Tourismus. Mit dieser kann man versteckte Sterne im Ländle sammeln – und welcher Stern ist schon bekannter und berühmter als ebendieser.

Eigentlich ganz schön, aber zu schnell. Denn schon einen Tag, nachdem das Video verbreitet wurde, wurde die story aufgelöst – und das ist zu wenig Zeit, um die Rätselhaftigkeit und auch die Verbreitung optimal aufzubauen.

Ausnahmsweise waren die Baden-Württemberger da also einmal zu schnell…

Getaggt mit , , , , ,