Archiv der Kategorie: Märkte

Extra! Extra! Beckenbauer rettet die Welt!!

Weltmeister, Ehrenpräsident, Weißbiertrinker – das ist alles nichtig und banal, denn jetzt kommt die höchste Aufgabe auf Franz Beckenbauer zu: Weltenretter.

Was ist passiert bisher?

Es wurden zunächst ungewöhnliche Kreise gesichtet – in England…

… in Brasilien…

und in den USA:

Auf diese geheimnisvollen Zeichen folgte der Auftritt nicht weniger geheimnisvoller Gestalten, z.B in der Allianz Arena

und an der Stamford Bridge

Moment mal, was hat der Kaiser da grad gesagt???

Es sind Aliens??? Ja, is denn jetzt schon Weihnachten? Ähh… 1. April?? Und sie wollen fußballspielen gegen uns?? Das kann er doch nicht ernst meinen…

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Doch, meint er, und heute wird der erste Spieler bekannt gegeben, der auf weltrettende Mission gehen wird….  die virale Spannung steigt!

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Ziehen immer: nackte Weiber und Autos…

… und keine Sorge, so geschmacklos wie der Titel (was tut man nicht alles für ein bißchen Aufmerksamkeit in dieser infoüberladenen Medienwelt) ist die Werbung gar nicht, um die es hier geht:

„Made of pure muscle“ heisst der Slogan für diese wirklich..äh… innovative Anzeige von FIAT. Ich sehe da weniger Muskeln als vielmehr viele nackte Frauen, die ein fleißiger Grafiker in mühevoller Kleinarbeit zu einem Auto geformt hat.

Doch das wäre natürlich nicht der Rede wert, schon gar nicht im talketing-Blog: Handelt es sich hierbei doch um ein wahres Kunstwerk, was sich dem Betrachter allerdings erst erschließt, wenn er hinter die Kulissen blickt:

Was möchte uns das Unternehmen nun damit sagen? Dass es dem FIAT-Fahrer weniger um PS als vielmehr um BS (Babe-Stärke) geht? Soll hier das alte Klischee von Italien, FIAT und amore bedient werden? Oder ist es ganz einfach so, dass Autos und Frauen zusammengehören, seit Erich Jellinek sein Gefährt nach seiner Tochter Mercedes benannte?

Egal, bewiesen hat FIAT damit zumindest, dass man auch kleine Kugelautos gehörig mit Sex aufladen kann, um Aufmerksamkeit und Käufer zu bekommen…

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Jetzt neu beim Rügenwalder: Kampfwürste

Die Rügenwalder Mühle ist ja schon lange mein Liebling: eine Mühle, die Wurst herstellt, und die man mittlerweile als Touristenattraktion sogar besichtigen kann. Jüngst hat man sich vom Werbegesicht Jörg Pilawa verabschiedet und kam auf die innovative Idee, die Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen, um das Unternehmen somit menschlicher aber auch ein wenig transparenter zu machen.

Doch dann kam der neue Chef… Alexander von Eich. Und der war der Meinung, dass man aus den Mitarbeitern wie aus weichem Mühlenmett stahlharte Kampfwürste formen müsste, um allen Herausforderern in der Republik zu zeigen, dass nur Rügenwalder Wurst groß und stark macht:

So viel Humor hätte man denen ja gar nicht zugetraut… und die betreuende Agentur hat mit viel Liebe zum Detail gearbeitet, wie das „Making of“ zeigt:

Fazit: Mit der Wahl von Christian Ulmen und seiner Figur hat man ein gutes Gespür bewiesen, um eine virale Aktion auch bei der entsprechenden Zielgruppe zu platzieren. Die Verknüpfung mit der „All-Stars-Tour“, bei der man sich in der Tat mit den Kombattanten messen kann, zeigt, dass eine gute Verknüpfung von below-the-line-Maßnahmen ganz andere Aufmerksamkeit schafft, als die reine klasssische Werbung.

Und was kann man gewinnen? Einen (Ge)Flügeltür-Mini…. 🙂

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If I had a hammer…. dann nur von Hornbach!

Nutzen-, Wert- und Leistungskommunikation, das sind die drei wesentlichen Bestandteile gerade auch in der Werbung. Und das Tolle ist: Man kann es auf jedes Produkt anwenden! Zum Beispiel auf einen Hammer.

Welchen Nutzen hat ein Hammer? Man kann damit Nägel in die Wand schlagen. Nun ja, nicht gerade von wesentlichem Wert…. Welches Leistungsversprechen birgt ein Hammer? Er ist so verarbeitet, dass er nicht gleich beim geringsten Widerstand zerbricht. Hmm. Ist ein Hammer dann 25,- Euro wert? Nicht wirklich – außer: Er ist aus einem alten Panzer gemacht und hält ewig. Und das ist doch schon einmal eine schöne Geschichte, die mit noch schöneren Bildern unterlegt werden kann:

Hornbach hat – mir sei es verziehen – wieder einmal gezeigt, wo der Hammer hängt. Und prompt waren die 7.000 produzierten Stück auch ratzfatz ausverkauft und werden auf Ebay schon für über 100 Euro gehandelt.

Storytelling zur Wertkommunikation – da schlägt sich doch der Nagel gleich viel besser in die Wand, wenn man den Kumpels noch erzählen kann, dass die Kraft eines ganzen Panzers im Schlag steckt.

Was wohl als nächstes kommt? Der Schraubendreher aus den Streben des Funkturms? Eine Zange aus dem Riesenrad vom Spreepark? Es bleibt spannend… 🙂

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Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm: Mythen über Social-Media-Mythen

…oder war es andersherum? Egal… Ein wirklich bemerkenswerter Vortrag über „Mundpropaganda und Social Media: Mythen und Wahrheit“ hat meine Aufmerksamkeit erregt und es ist in der Tat lohnenswert, sich 10 Minuten Zeit zu nehmen, um  sich dieses schöne Stück Vortragskultur anzusehen:

Mundpropaganda und Social Media: Mythen und Wahrheit from trnd on Vimeo.

Publikumsbeschimpfung findet ja immer mein Wohlwollen, doch stimmt das wirklich, was der kleine Fuchs da behauptet?

Ja und nein. Ohne Frage sollten Marken weniger sich inszenieren, sondern den Menschen auf die Bühne heben, der sich mit der Marke selbst inszenieren will. Doch die Aussagen über die Auswirkungen von Social Media sind so gesehen nicht richtig und in ihrer Verharmlosung sogar gefährlich, denn sie verführen dazu, sich entspannt zurückzulehnen und im Brustton der Überzeugung zu sagen: “ Das hab ich doch immer gewusst, dass das alles nur hochgekocht wird.“

Nehmen wir das im Video gewählte Beispiel von Dave Carroll und United Airlines: Natürlich buchen die Menschen auch weiterhin ihre Flüge bei United, aber dennoch hat das kleine, billig produzierte Video dazu geführt, dass der Aktienkurs von United um 10% runtergerauscht ist:

„When airlines damage or lose their passenger’s luggage, they normally – perhaps grudgingly – end up paying back compensation of a few hundred pounds.

But United Airlines are much more out of pocket in this case.

The company has lost 10per cent of their share value – a massive $180million – after being blamed for damaging a musician’s guitar.“

berichtete damals die Daily Mail.

Auch Apple kann bestimmt ein Lied davon singen, wie die Aufmerksamkeit auf die Produktionsbedingungen ihrer Produkte ihnen das Leben schwer gemacht hat. Und auch hier waren es nicht die etablierten Medien, die den Druck ausgeübt haben, sondern Social Media, zum Beispiel über eine Plattform wie makeITfair.com. Und,  immerhin, die verstärkte Aufmerksamkeit scheint etwas bewirkt zu haben, denn auch auf den Druck von Apple hin soll es demnächst freie Betriebsratswahlen bei Foxconn geben, wie Spiegel online hier berichtet. Hätte sich zuvor ein etabliertes Magazin getraut, gegen die Apfel-Firma zu schiessen?

Social Media bringt Menschen zusammen – und es eignet sich hervorragend dazu, um gegen etwas zu sein. Nein, es handelt sich dabei nicht nur um die Meckerköppe, sondern es sind auch viele Menschen darunter, die darüber nachdenken, wie sie im Moment konsumieren und wie sie zukünftig konsumieren wollen. Und ob sie beispielweise weiterhin Produkte kaufen werden, in denen der Verfall vorprogrammiert ist – die sogenannte „geplante Obsoleszenz„. Der Erfolg eines Blogs wie „Murks? Nein danke!„, der solche Produkte aufzeigt, fand ebenso erst in den sozialen Netzwerken statt, bevor die „etablierten Medien“ ihn für sich entdeckten.

Und das sollen Unternehmen, Marken nicht ernst nehmen? Wer das behauptet, hat schlichtweg seine Marketing-Hausaufgaben nicht gemacht.

Denn der Markendreiklang aus Bekanntheit, Sympathie und Verwendung wird immer wieder in Studien nachgewiesen, wie zum Beispiel zuletzt in der Brigitte Kommunikationsanalyse 2012: Von 100 Marken, die eine Frau kennt, verwendet sie 23. Von 100 Marken, die eine Frau kennt, aber nicht sympathisch findet, verwendet sie 4. Von 100 Marken, die eine Frau sympathisch findet, verwendet sie 55. Und das gilt nicht nur für Frauen.

Märkte sind Gespräche, hieß es schon 1999 im Cluetrain-Manifest – und Social Media bietet die Bühne für diese Gespräche. Nicht jeder shit-storm wird dazu führen, dass der Verkauf einbricht, aber die Marke wird beschädigt und der Sympathie-Verlust kann durchaus dauerhafte Absatzrückgänge mit sich bringen. Und natürlich sind nicht alle Menschen und Konsumenten in den sozialen Netzwerken unterwegs. Aber zunehmend greifen die klassischen Medien die Stories aus dem Internet auf und verstärken damit ihre Wirkung – und erreichen mehr Menschen als nur Nerds und Werbefuzzis.

Der Fuchs ist doch eher dumm und stellt sich schlau, daher merke: Höre nie auf eine Handpuppe! 🙂

 

 

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Wieviele Schuhe passen in eine Dose?

Nun ja, es geht weniger um Schuhe an sich, sondern eher um die Schlagkraft. Also den Wirkungsgrad… Ach, es ist kompliziert….

Beliebtes Tötungsinstrument in Sachen Insekten und anderes Gefleuch ist nun einmal der Schuh mit seiner immensen punktgenauen Vernichtungskraft – und daher lag es ja irgendwo nahe, die Power eines Insekten-Sprays in Schuhen abzubilden:

Ambient Marketing aus Südafrika… und nicht vergessen: der nächste Sommer kommt bestimmt…

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A very merry ambient christmas…

Der talketing-Blog wünscht allen Leser und Guerilla-, Ambient Media- und Viral-Fans frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in’s Neue Jahr!

Auch 2013 werden hier wie gewohnt virale, ambiente und guerillarische Kampagnen im Mittelpunkt des Blogs stehen, um aufzuzeigen, mit welchen kreativen Glanzleistungen um unsere Aufmerksamkeit gebuhlt wird – immer unter dem Aspekt: Idee schläge Budget!

Märkte sind Gespräche darum hier noch ein weihnachtliches Beispiel, wie sich einer der größten brasilianischen Telekom-Anbieter in die Köpfe – und Herzen –  geschlichen hat:

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Die ganze Wahrheit über virales Marketing!

Staunt ihr nicht auch manchmal darüber, wieviele Clicks ein gut gemachtes virales Video erzielt hat? Unglaublich, dass 6…, 13…, 28 Millionen („Gangnam Style“ liegt bei derzeit etwas über 131 Millionen Clicks) den gleichen Clip anschauen und ihn immer und immer wieder viral verbreiten, oder?

Doch nichts, was im Marketing wichtig ist, wird dem Zufall überlassen – und so enthülle ich hier nun in diesem Blog die ganze Wahrheit über virales Marketing:

 

Schockierend…. wem können wir jetzt noch glauben? Wo doch kürzlich schon berichtet wurde, dass auch jede dritte Hotelbewertung ein Fake ist. Ist denn diesen Marketing-Fuzzis gar nichts mehr heilig?

P.S. Suche noch freiberufliche Clicker, die meine Blogs dauerbeclicken…. 🙂

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Da lacht das Herz der Ballettmäuse…

So, genug Zombies in der Werbung, heute wenden wir uns den schönen Dingen in der Kunst zu. Ein uralter Mythos ist die zum Leben erwachende Puppe, gerne in Person einer Tänzerin. Vielen bekannt ist da vielleicht Olympia (oder Olimpia) aus ETA Hoffmanns „Sandmann“ – bzw. in der Bühnenvariante „Hoffmanns Erzählungen“ – oder diese zauberhafte Szene hier

aus dem wunderbaren Film „Tschitty Tschitty Bäng Bäng“ von 1968 (*hüstel*…die Älteren erinnern sich vielleicht…)

Wie vielen Kunsteinrichtungen geht es auch dem  South African Ballet Theatre nicht gerade bestens, so dass sie auf Spenden angewiesen sind – was könnte da näher liegen, als die „Living Doll“ ins Einkaufszentrum zu bringen?

Wird Geld gespendet und in die Spieldose geworfen, beginnt die Ballerina zu tanzen… Gerade die kleinen Besucher waren fasziniert und so kamen in sehr kurzer Zeit Spenden in Höhe von umgerechnet 1.500,- Euro zusammen.

Vielleicht sollte ich mich mal als Plumpssack in die Fußgängerzonen stellen…?! 🙂

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Zombies und kein Ende…

Manche modernen Mythen sterben nie aus: Neben „Rocky“, „Star Wars“ und „Blues Brothers“ leben auch die Zombies ewig – gerade in der Werbung, wie schon an anderer Stelle besprochen.

Dazu zwei aktuelle Beispiele aus den Vereinigten Zombiestaaten:

Unverkennbar erkennbar: Die „Walking Dead“-Atmosphäre, also jene sehenswerte Serie, die den Zombie-Kult ziemlich befeuert hat.

Genau um diese Serie geht es auch im folgenden Clip, denn in den USA hat der Satelliten-Betreiber „Dish Network“ verkündet, AMC wegen mangelnder Zuschauerzahlen nicht mehr länger anbieten zu wollen. AMC ist nun aber gerade der ausstrahlende Sender von „Walking Dead“, die Zombies waren also schlagartig heimatlos…

 

Übrigens: Halloween rückt immer näher…. 🙂

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