Archiv der Kategorie: talketing = storytelling!

Extra! Extra! Beckenbauer rettet die Welt!!

Weltmeister, Ehrenpräsident, Weißbiertrinker – das ist alles nichtig und banal, denn jetzt kommt die höchste Aufgabe auf Franz Beckenbauer zu: Weltenretter.

Was ist passiert bisher?

Es wurden zunächst ungewöhnliche Kreise gesichtet – in England…

… in Brasilien…

und in den USA:

Auf diese geheimnisvollen Zeichen folgte der Auftritt nicht weniger geheimnisvoller Gestalten, z.B in der Allianz Arena

und an der Stamford Bridge

Moment mal, was hat der Kaiser da grad gesagt???

Es sind Aliens??? Ja, is denn jetzt schon Weihnachten? Ähh… 1. April?? Und sie wollen fußballspielen gegen uns?? Das kann er doch nicht ernst meinen…

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Doch, meint er, und heute wird der erste Spieler bekannt gegeben, der auf weltrettende Mission gehen wird….  die virale Spannung steigt!

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Happy Halloween!

Virales Gruseln 2013…

…natürlich auch als Guerilla erhältlich….

…und in der Tourismuswerbung lässt sich Horror ebenfalls bestens einsetzen:

In diesem Sinne: Gut Grusel & happy Halloween!

 

 

 

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Besser….

…kann man die Wirkung von gutem Storytelling nicht darstellen… 🙂

 

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Always look at the bright side of life…

…badam, badam, badambadambadam… möchte man da doch gleich mitsummen. Viele kleine Dinge können das Leben „bright“ machen, zum Beispiel, wenn man beim Wechsel zu seiner neuen Autoversicherung 15% gespart hat. Das mag jetzt unsereins noch nicht ganz so begeistern, aber wenn man in einer mißlichen Situation steckt, wirken solche Details stimmungserhellend:

Es ist eine hohe Kunst, eine gute Geschichte in 30 Sekunden zu erzählen, aber noch bemerkenswerter finde ich, dass es hier gelungen ist, auch ein so langweiliges Produkt wie eine Autoversicherung und eine nicht viel prickelndere Botschaft wie „Jetzt 15% sparen!“ mit einem Augenzwinkern sehr unterhaltsam zu präsentieren.

Die Idee ist das eine, die Kreation, die Umsetzung der Idee, das andere – aber es würde nie funktionieren ohne den Mut des Auftraggebers. Versicherungsanbieter müssen also gar nicht langweilig sein, wenn sie ein wenig mutig sind (das hat Hornbach ja im Bereich „Baumärkte“ vorgemacht).

Also: ein dickes Danke an Geico, dass Sie uns diese amüsanten 30 Sekunden jeweils geschenkt haben – und zudem ein tolles Beispiel dafür, wie man story-telling in einer halben Minute auf den Punkt bringt.

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Kommerz, Kunst und das star sprangled banner

Viele große Marken wollen nicht nur begehrt sein, sondern: coool, hip, schwer angesagt und irgendwie auch voll porno (seit ich diese Worte einbaue, wird dieser Blog bei sehr denkwürdigen Suchanfragen von Google weit oben angespült… 🙂 ).

Und wer weiß besser, wie man sich coool, hip usw, inszenieren muss? Richtig: die cooolen, hippen Künstler, besonders die aus USA. Also, hat man sich bei Mercedes gedacht, suchen wir uns doch genau so einen aus, damit der aus unserem fetten CLA ein schickes Spaßmobil macht:

Casey Neistat ist bekannt geworden durch seine ursprünglich mal sehr konsumkritischen Aktionen zusammen mit seinem Bruder, zum Beispiel gegen Apple,. Das bringt natürlich die nötige Credibility mit sich, das ironische Augenzwinkern… Nun wäre dieser Spot eigentlich eher was für den makketing-Blog und weniger ein talketing-Thema, wenn er nicht der krönende Abschluss einer 4teiligen Reihe wäre, in der uns Neistat eindrucksvoll erzählt, wie er sich dem Thema gestellt hat. So beginnt ein solches Projekt mit der Annäherung an das Produkt:

Darauf folgt der Research, die Forschung – am besten vor Ort:

… und zu guter Letzt die Umsetzung – mit all‘ ihren Herausforderungen:

Die Klickraten sind ordentlich, bis zu 700.000 mal wurden die Clips angesehen und natürlich wird auch auf allen anderen Medien über dieses Werbephänomen berichtet: This, readers, is what storytelling is about.“ Verkauft sich der CLA deswegen besser? Wahrscheinlich nicht, aber eine Marke hat sich bei einer begehrten Zielgruppe erfolgreich ins Gespräch gebracht…

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Schwülst, Bombast, Pathos: der schlimmste Werbespot 2013

… und wahrscheinlich auch einer der teuersten, denn hier ist alles kostbar – selbst der Music-Score wurde von niemand geringerem als Hans Zimmer geschrieben:

Nein, das ist nicht der Trailer für ein kommendes Kino-Highlight, sondern Werbung für den Duft Shalimar von Guerlain, der zumindest damals in den 80er durchaus beliebt war. Und es ist storytelling de luxe, denn erzählt wird hier vor atemberaubender Kulisse (und mit reichlich nackter Haut, zumindest für youtube) die Legende des mogulischen Kaisers Shah Jahan und seiner übergroßen Liebe zu seiner Frau Mumtaz Mahal im 17. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Diese bittersüße Geschichte inspirierte 1925 Jacques Guerlain derart, das er den Duft „Shalimar“ schuf, benannt nach den Gärten von Muhals Palast (sage mir hier niemand, man würde bei talketing nichts lernen…).

So, und wenn dann nun bitte auch alle schmachtenden Damen wieder aus ihrer Ohnmacht erwachen würden, den Duft gibt es schon für die klitzekleine Investiiton ab 50 Euro und riecht übrigens genauso barock wie die Inszenierung des Clips….

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Masochisten für Promo-Job gesucht – und gefunden!

Schmerz kann ja soo schön sein, wenn man daran Gefallen findet und einem gesunden Masochismus frönt. Doch kann man diese Leidenschaft auch zu Geld machen? Ja, natürlich, im Marketing!! Denn so manche Promo-Jobs können tiefe Befriedigung auslösen – und ich meine nicht, bei sommerlichen Temperaturen in dicken Kostümierungen durch die Innenstände zu laufen:

Potentielle Kunden: aufmerksam und begeistert, Promo-Jobber: glücklich, Auftraggeber: zufrieden (wenn die Kasse sich füllt).

Sowas nennt sich dann wohl Win-Win-Win-Situation….

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Jetzt neu beim Rügenwalder: Kampfwürste

Die Rügenwalder Mühle ist ja schon lange mein Liebling: eine Mühle, die Wurst herstellt, und die man mittlerweile als Touristenattraktion sogar besichtigen kann. Jüngst hat man sich vom Werbegesicht Jörg Pilawa verabschiedet und kam auf die innovative Idee, die Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen, um das Unternehmen somit menschlicher aber auch ein wenig transparenter zu machen.

Doch dann kam der neue Chef… Alexander von Eich. Und der war der Meinung, dass man aus den Mitarbeitern wie aus weichem Mühlenmett stahlharte Kampfwürste formen müsste, um allen Herausforderern in der Republik zu zeigen, dass nur Rügenwalder Wurst groß und stark macht:

So viel Humor hätte man denen ja gar nicht zugetraut… und die betreuende Agentur hat mit viel Liebe zum Detail gearbeitet, wie das „Making of“ zeigt:

Fazit: Mit der Wahl von Christian Ulmen und seiner Figur hat man ein gutes Gespür bewiesen, um eine virale Aktion auch bei der entsprechenden Zielgruppe zu platzieren. Die Verknüpfung mit der „All-Stars-Tour“, bei der man sich in der Tat mit den Kombattanten messen kann, zeigt, dass eine gute Verknüpfung von below-the-line-Maßnahmen ganz andere Aufmerksamkeit schafft, als die reine klasssische Werbung.

Und was kann man gewinnen? Einen (Ge)Flügeltür-Mini…. 🙂

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If I had a hammer…. dann nur von Hornbach!

Nutzen-, Wert- und Leistungskommunikation, das sind die drei wesentlichen Bestandteile gerade auch in der Werbung. Und das Tolle ist: Man kann es auf jedes Produkt anwenden! Zum Beispiel auf einen Hammer.

Welchen Nutzen hat ein Hammer? Man kann damit Nägel in die Wand schlagen. Nun ja, nicht gerade von wesentlichem Wert…. Welches Leistungsversprechen birgt ein Hammer? Er ist so verarbeitet, dass er nicht gleich beim geringsten Widerstand zerbricht. Hmm. Ist ein Hammer dann 25,- Euro wert? Nicht wirklich – außer: Er ist aus einem alten Panzer gemacht und hält ewig. Und das ist doch schon einmal eine schöne Geschichte, die mit noch schöneren Bildern unterlegt werden kann:

Hornbach hat – mir sei es verziehen – wieder einmal gezeigt, wo der Hammer hängt. Und prompt waren die 7.000 produzierten Stück auch ratzfatz ausverkauft und werden auf Ebay schon für über 100 Euro gehandelt.

Storytelling zur Wertkommunikation – da schlägt sich doch der Nagel gleich viel besser in die Wand, wenn man den Kumpels noch erzählen kann, dass die Kraft eines ganzen Panzers im Schlag steckt.

Was wohl als nächstes kommt? Der Schraubendreher aus den Streben des Funkturms? Eine Zange aus dem Riesenrad vom Spreepark? Es bleibt spannend… 🙂

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Sternenklau bei Mercedes – und weg war er!

Der Mercedes-Stern weckt viele Begehrlichkeiten, so hatte er in meiner Jugend beispielsweise den Status einer Trophäe – es konnten nicht genug gesammelt werden, natürlich nicht ganz legalerweise. Nicht umsonst ist der Mercedes-Stern das am meisten verkaufte Ersatzteil des Autoherstellers.

Und jetzt – ist er weg. Unbekannte Aktivisten sind in das Mercedes-Museum eingebrochen und haben in einer Nacht und Nebel-Aktion den Ur-Stern gestohlen:

Verbreitet wurde dieses Video viral, um aller Welt diese schändliche Tat zu dokumentieren.  Doch anders als beim geklauten Leibniz-Keks ging keine Erpresserforderung beim Unternehmen ein, sondern schon nach kurzer Zeit klärte sich der Einbruch auf – als kleine Marketingaktion. Nicht etwas für Mercedes, nein, sondern für die neue „Sternesammler“-App von der Baden-Württemberg Tourismus. Mit dieser kann man versteckte Sterne im Ländle sammeln – und welcher Stern ist schon bekannter und berühmter als ebendieser.

Eigentlich ganz schön, aber zu schnell. Denn schon einen Tag, nachdem das Video verbreitet wurde, wurde die story aufgelöst – und das ist zu wenig Zeit, um die Rätselhaftigkeit und auch die Verbreitung optimal aufzubauen.

Ausnahmsweise waren die Baden-Württemberger da also einmal zu schnell…

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