Archiv der Kategorie: talketing = storytelling!

Raucher stinken!

Und da sie sich selbst nicht riechen können, muss man ihnen diesen Geruch am besten direkt unter die Nase reiben. Dachte man sich zumindest in Brasilien. Denn Krankheit und Tod schrecken einen Raucher ja nicht wirklich ab, sein Selbstwertgefühl jedoch ist scheinbar besser erreichtbar:

Aufmerksamkeit hat es gebracht, aber ob es auch gewirkt hat?

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Greg Karber vs Abercrombie & Fitch

… oder David gegen Goliath. Ein Mann (ursprünglich einmal alleine) gegen den großen häßlichen Konzern. Oder: Der Versuch, eine Marke umzubranden.

Worum geht es? Greg Karber stört sich daran, dass Abercrombie & Fitch in seiner Marketingstrategie einen sehr radikalen Ansatz verfolgt: „Wir wollen nur die coolen, schlanken Kunden, der Rest kann uns mal.“ – arg verkürzt formuliert. Was so in den 80ern durchaus noch üblich war und auch heute noch zu hyperventilierenden Teenies führt, ist für Karber ein gr0ßes NO GO.

Seine Idee, um dagegen anzugehen, ist nun recht simpel: Schlage den Konzern mit seinen eigenen Waffen – und das heißt in diesem Fall: Re-brand! Aber seht selbst:

7,5 Mio Klicks auf das Youtube-Video, weltweites Media-Coverage auf allen Kanälen (nur ein Beispiel hier) und Tweets nonstop mit der Folge, dass der A&F-Social Media Manager schon entnervt das Handtuch geworfen hat… Und nach Dave Carrol und seinem Song gegen United („United breaks Guitars„) wieder einmal ein Beweis dafür, dass heutzutage ein Einzelner mit Kenntnis und unter Einsatz der sozialen Medien großen Unternehmen durchaus wehtun kann.

Marketing wird nicht leichter, sondern immer schwieriger – und vielleicht sollte man diese Episode zum Anlass nehmen, doch verstärkt über „ethisches Marketing“ nachzudenken….

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Fake Guerilla fail oder: Irgendwie schal….

Die Spots, die ich hier zum Thema Guerilla-Marketing zeige, leben von ihrer Unverfälschtheit, wobei natürlich immer ein kleiner Restzweifel bleibt, inwiefern der Inszenierung für die perfekte Video-Dokumentation nachgeholfen wurde.

Das tut dem Vergnügen jedoch zumeist keinen Abbruch, wenn es nicht derart schlecht und plump umgesetzt wird wie hier:

Zu glatt, zu gecastet, zu unnatürlich…. Thema verfehlt, setzen, sechs!

Naja, ist ja auch ein Light Beer, was will man da schon erwarten…. 😉

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Rembrandt goes Guerilla

Zehn Jahre lang hing Rembrandts berühmtes Gemälde „Die Nachtwache“ in einem schnöden Seitenflügel des Amsterdamers Reichsmuseum – nun kehrte es in einer aufwändigen Aktion an seinen angestammten Platz zurück… und ganz Holland ist außer sich vor Freude!

Damit es auch wirklich jeder Oranje mitbekommt, ließ man sich folgenden schönen Guerilla-Stunt einfallen:

Nicht minder spannend das „Making-of“, das einen Blick hinter die Kulissen einer Guerilla-Aktion ermöglicht (ich enpfehle, die englischen Untertitel zu aktivieren…)

Gut gemacht, liebe Nachbarn!

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Jetzt kommt Kate – arte wird transmedial

Geschichten erzählen, Storytelling, öffnet über das Ohr unser Herz und unser Hirn – und oft auch unser Portemonnaie,  daher ist es heutzutage aus dem Marketing nicht mehr wegzudenken, wenn es um Wertschöpfung geht.

Transmediales Storytelling ist nun der Versuch, eine Geschichte auf vielen unterschiedlichen Kanälen zu erzählen – und das meint nicht, die gleichen Inhalte in verschiedene Kanäle zu stellen, sondern in den unterschiedlichen Medien die Geschichte in verschiedene Richtungen oder unter anderen Aspekten fortzusetzen.

Eine große Herausforderung, der sich im April der Sender „arte“ stellen will: „About:Kate“ wird nämlich nicht nur eine 14teilige Serie sein über eine junge Frau, die sich im Netz verloren hat und die sich freiwillig in eine Nervenklinik einweist, um herauszufinden, wer sie wirklich ist,

sondern uns auf vielerlei Weise tief in die Geschichte hineinziehen: Auf der dazugehörigen Website können die Zuschauer auch zwischen den Ausstrahlungen Kate fast schon stalken: Wir können verfolgen, wohin sie surft, was sie im Internet hört, welche Beiträge sie für Foren verfasst usw. – in Echtzeit.

Damit nicht genug, schon heute können wir Kate Harff, so heißt die junge Protagonistin, auf Facebook folgen, uns mit ihr befreunden und sie bereits einen Monat vor der Sendung der ersten Episode am 27. 4. kennen lernen. Für iOS und Android gibt es ab April dann noch eine kostenlose App: Die Fragen, mit der Kate während ihrer Therapie konfrontiert werden wird, wird auch der User auf sein Smartphone erhalten. Doch mehr noch: Die App erkennt Tonsequenzen der Serie und verknüpft sich dann von alleine mit dieser.

Zu guter Letzt setzt arte auf die Kreativität seiner Zuschauer und fordert auf, seine Creative-Plattform für Videos und Fotostrecken zu nutzen. Ab der dritten Folge sollen Teile dieses Contents dann in die Dramaturgie der Serie eingebaut werden – der Zuschauer wird zum Gestalter.

Ein sehr spannendes Projekt, auf das ich mich schon außerordentlich freue.  Die Macher, unter ihnen Produzent Christian Ulmen, wollen mit diesem Experiment auf die sich verändernden Sehgewohnheiten eingehen, denn schon heute twittern die Zuschauer via „Couchfunk“ ihre Kommentare zu einer Sendung oder sind mit ihrem Tablet online, um zu chatten oder Hintergrundmaterial zu suchen. Wird das also das Fernsehen der Zukunft werden?

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Kleiner Aufwand, große Wirkung

Alkohol im Strassenverkehr ist als Thema ein Dauerbrenner, denn bei den meisten tödlichen Unfällen spielt der Alkohol oftmals die entscheidene Rolle – und das nicht nur bei uns, sondern weltweit. Das Problem ist nur, dass all die aufwändigen Kampagnen wirkungslos verpuffen – die allbekannten Schilder an den Autobahnen sind ja auch eher unfreiwillig komisch….

Wie so häufig sind es die kleinen Dinge (basierend auf den guten Ideen), die die große Wirkung zeigen, wie zum Beispiel folgende Ambient-Idee aus Indien:

Man muss also direkt an seine Zielgruppe herankommen und die Botschaft so konkret wie möglich machen, wenn man etwas erreichen möchte… „klassisch“ funktioniert hier einfach nicht mehr…

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Jobs: Vom Werden und Vergehen….

Nein, ich meine nicht Steve Jobs, sondern Arbeit, Beruf, Lohnsklaverei….

Das erste Problem hierbei ist meistens: Wie bekomme ich einen Job, oder besser: DEN einen Job, den man unbedingt haben möchte. Und auf den sich auch 1.000 andere beworben haben. Da gibt es dann Gespräche, Interviews, Assessment Center und und und… Heineken hat sich da einmal etwas ganz anderes einfallen lassen, um seinen Kandidaten auf den Zahn zu fühlen:

Aber selbst der größte Traumjob wird irgendwann zum Alptraum: nervige Kollegen, stressige Chefs, schlechte Bezahlung, unbezahlte Überstunden… Wie kann man denn nun würdevoll kündigen? Wie wär’s mit einem Gospelchor?

Oder einer ganzen Marching Band?

Gut, diese beiden Ideen sind jetzt verbraucht, über drei bzw. über 1 Million Menschen haben sich davon bereits inspirieren lassen. Aber es gäbe ja noch andere Möglichkeiten: eine Ballett-Compagnie mit einer getanzten Kündigung,  eine Gruppe Wrestler oder einen freundlichen Holzfäller mit Kettensäge….

Virales Eigenmarketing? Ich weiß ja nicht, ob ich Joey noch einstellen würde, wenn ich ständig Angst vor seiner Kündigung haben müsste….

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Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm: Mythen über Social-Media-Mythen

…oder war es andersherum? Egal… Ein wirklich bemerkenswerter Vortrag über „Mundpropaganda und Social Media: Mythen und Wahrheit“ hat meine Aufmerksamkeit erregt und es ist in der Tat lohnenswert, sich 10 Minuten Zeit zu nehmen, um  sich dieses schöne Stück Vortragskultur anzusehen:

Mundpropaganda und Social Media: Mythen und Wahrheit from trnd on Vimeo.

Publikumsbeschimpfung findet ja immer mein Wohlwollen, doch stimmt das wirklich, was der kleine Fuchs da behauptet?

Ja und nein. Ohne Frage sollten Marken weniger sich inszenieren, sondern den Menschen auf die Bühne heben, der sich mit der Marke selbst inszenieren will. Doch die Aussagen über die Auswirkungen von Social Media sind so gesehen nicht richtig und in ihrer Verharmlosung sogar gefährlich, denn sie verführen dazu, sich entspannt zurückzulehnen und im Brustton der Überzeugung zu sagen: “ Das hab ich doch immer gewusst, dass das alles nur hochgekocht wird.“

Nehmen wir das im Video gewählte Beispiel von Dave Carroll und United Airlines: Natürlich buchen die Menschen auch weiterhin ihre Flüge bei United, aber dennoch hat das kleine, billig produzierte Video dazu geführt, dass der Aktienkurs von United um 10% runtergerauscht ist:

„When airlines damage or lose their passenger’s luggage, they normally – perhaps grudgingly – end up paying back compensation of a few hundred pounds.

But United Airlines are much more out of pocket in this case.

The company has lost 10per cent of their share value – a massive $180million – after being blamed for damaging a musician’s guitar.“

berichtete damals die Daily Mail.

Auch Apple kann bestimmt ein Lied davon singen, wie die Aufmerksamkeit auf die Produktionsbedingungen ihrer Produkte ihnen das Leben schwer gemacht hat. Und auch hier waren es nicht die etablierten Medien, die den Druck ausgeübt haben, sondern Social Media, zum Beispiel über eine Plattform wie makeITfair.com. Und,  immerhin, die verstärkte Aufmerksamkeit scheint etwas bewirkt zu haben, denn auch auf den Druck von Apple hin soll es demnächst freie Betriebsratswahlen bei Foxconn geben, wie Spiegel online hier berichtet. Hätte sich zuvor ein etabliertes Magazin getraut, gegen die Apfel-Firma zu schiessen?

Social Media bringt Menschen zusammen – und es eignet sich hervorragend dazu, um gegen etwas zu sein. Nein, es handelt sich dabei nicht nur um die Meckerköppe, sondern es sind auch viele Menschen darunter, die darüber nachdenken, wie sie im Moment konsumieren und wie sie zukünftig konsumieren wollen. Und ob sie beispielweise weiterhin Produkte kaufen werden, in denen der Verfall vorprogrammiert ist – die sogenannte „geplante Obsoleszenz„. Der Erfolg eines Blogs wie „Murks? Nein danke!„, der solche Produkte aufzeigt, fand ebenso erst in den sozialen Netzwerken statt, bevor die „etablierten Medien“ ihn für sich entdeckten.

Und das sollen Unternehmen, Marken nicht ernst nehmen? Wer das behauptet, hat schlichtweg seine Marketing-Hausaufgaben nicht gemacht.

Denn der Markendreiklang aus Bekanntheit, Sympathie und Verwendung wird immer wieder in Studien nachgewiesen, wie zum Beispiel zuletzt in der Brigitte Kommunikationsanalyse 2012: Von 100 Marken, die eine Frau kennt, verwendet sie 23. Von 100 Marken, die eine Frau kennt, aber nicht sympathisch findet, verwendet sie 4. Von 100 Marken, die eine Frau sympathisch findet, verwendet sie 55. Und das gilt nicht nur für Frauen.

Märkte sind Gespräche, hieß es schon 1999 im Cluetrain-Manifest – und Social Media bietet die Bühne für diese Gespräche. Nicht jeder shit-storm wird dazu führen, dass der Verkauf einbricht, aber die Marke wird beschädigt und der Sympathie-Verlust kann durchaus dauerhafte Absatzrückgänge mit sich bringen. Und natürlich sind nicht alle Menschen und Konsumenten in den sozialen Netzwerken unterwegs. Aber zunehmend greifen die klassischen Medien die Stories aus dem Internet auf und verstärken damit ihre Wirkung – und erreichen mehr Menschen als nur Nerds und Werbefuzzis.

Der Fuchs ist doch eher dumm und stellt sich schlau, daher merke: Höre nie auf eine Handpuppe! 🙂

 

 

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Liegt ein halbes Auto auf der Strasse….

Wie würdet ihr wohl gucken, wenn da plötzlich ein halbes Auto in der Parkbucht liegen würde? Ja, richtig, ein halbes Auto… So geschehen in Singapur ( schon wieder dort….).

Wie gut, dass am Auto dann ein kleiner QR-Code einlädt, sich die Geschichte dazu anzusehen:

Ach sooo, na dann…. 🙂

Diese verblüffende Cross-Ambient-QR-Mobile-Aktion (klingt doch cool, oder?) wurde zusätzlich erfolgreich variiert, zum Beispiel mit dem Eis-Auto:

oder dem magnetisierten Wagen:

Singapur ist kein Zufall, denn ihr habt sicherlich schon gemerkt, dass hier der gleiche Auftraggeber dahintersteckt, der schon die lustigen Ampelunterbrechungen (s. posting vom 8. Januar) inszeniert hat. Anscheinend hat da jemand Ambient-Blut geleckt…

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Wieviele Schuhe passen in eine Dose?

Nun ja, es geht weniger um Schuhe an sich, sondern eher um die Schlagkraft. Also den Wirkungsgrad… Ach, es ist kompliziert….

Beliebtes Tötungsinstrument in Sachen Insekten und anderes Gefleuch ist nun einmal der Schuh mit seiner immensen punktgenauen Vernichtungskraft – und daher lag es ja irgendwo nahe, die Power eines Insekten-Sprays in Schuhen abzubilden:

Ambient Marketing aus Südafrika… und nicht vergessen: der nächste Sommer kommt bestimmt…

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