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Jetzt neu beim Rügenwalder: Kampfwürste

Die Rügenwalder Mühle ist ja schon lange mein Liebling: eine Mühle, die Wurst herstellt, und die man mittlerweile als Touristenattraktion sogar besichtigen kann. Jüngst hat man sich vom Werbegesicht Jörg Pilawa verabschiedet und kam auf die innovative Idee, die Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen, um das Unternehmen somit menschlicher aber auch ein wenig transparenter zu machen.

Doch dann kam der neue Chef… Alexander von Eich. Und der war der Meinung, dass man aus den Mitarbeitern wie aus weichem Mühlenmett stahlharte Kampfwürste formen müsste, um allen Herausforderern in der Republik zu zeigen, dass nur Rügenwalder Wurst groß und stark macht:

So viel Humor hätte man denen ja gar nicht zugetraut… und die betreuende Agentur hat mit viel Liebe zum Detail gearbeitet, wie das „Making of“ zeigt:

Fazit: Mit der Wahl von Christian Ulmen und seiner Figur hat man ein gutes Gespür bewiesen, um eine virale Aktion auch bei der entsprechenden Zielgruppe zu platzieren. Die Verknüpfung mit der „All-Stars-Tour“, bei der man sich in der Tat mit den Kombattanten messen kann, zeigt, dass eine gute Verknüpfung von below-the-line-Maßnahmen ganz andere Aufmerksamkeit schafft, als die reine klasssische Werbung.

Und was kann man gewinnen? Einen (Ge)Flügeltür-Mini…. 🙂

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Fundstück „Manipulation“

„Viel weiter sind wir heute allerdings auch nicht gekommen. Unternehmen und Organisationen, die Events – also Feste – für Kunden und Mitarbeiter organisieren, um in Erwartung einer späteren Gegengabe etwas zu spendieren, gelten als heimtückisch. Beteiligen sich Firmen an großen Veranstaltungen, als Sponsor beispielsweise, gilt bei einigen Zeitgenossen gleich die ganze Sache als „gekauft“.Manipulation, was sonst? Nur: Manipulation heißt ursprünglich auch nichts anderes als Handreichung, die nötig ist, wenn man tauscht. Im Lichte der ideologischen Verzerrung aber ist es heute so: Gibt man jemandem etwas, weil man erwartet, dass er seinerseits etwas abzugeben bereit ist – dann ist das zum sittlichen oder ökonomischen Nachteil des Beschenkten. Und derjenige, der zuerst gab, ist ein Schuft.Genährt wird solcher Unfug freilich auch von Betriebswirten und Marketingleuten selbst. Sie ordnen die Event-Marketingmaßnahmen den sogenannten „Below the line“-Techniken zu. Hier horchen Seeleute und Alarmisten gleichermaßen auf. Unterhalb der Linie – das meint unterhalb der Wasserlinie. Bei Schiffen ist das der Bereich, der im Dunklen liegt. Oberhalb dieser Linie siedeln die Marketingleute die klassischen Kommunikationsinstrumente an. Sie sind klar erkennbar und transparent, wie Werbung, PR & Co.“

viabrand eins Online: „Die Überraschung“ – brand eins 02/2011 – SCHWERPUNKT: MARKETING/EVENT.

Mehr zum Thema hier.

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