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I’m reading a book!

Kleiner Nachtrag zum Post „Wie man die Generation 2.0 zum Bücherlesen bringt„: Man muss dem ungestörten Buchgenuss einfach nur das passende Bad-Boy-Image geben….

 

Immerhin: 2,8 Mio Clicks…

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Wie man die Generation 2.0 zum Bücherlesen bringt

Die Klage darüber, dass die „digital natives“ keine Bücher mehr lesen, sondern nur noch vor dem Schirm sitzen und chatten/twittern/spielen würden, ist nicht wirklich etwas neues, denn bei jedem Medium wurde das Ende des Buches vorhergesagt. Auch das Ebook wird – aller Erfolge zum Trotz – die geduckte Variante nicht endgültig ablösen: Eine jüngst veröffentlichte Studie  („The Imposition and Superimposition of Digital Reading Technology: The Academic Potential of E-readers“) der Universität von Washington in Seattle zeigte auf, dass gerade das beim Lernen so wichtige „reagierende Lesen“ bei E-Books nicht möglich ist.

Dennoch stellt sich die Frage, wie das gedruckte Wort den Facebookern und Twitterern näher gebracht werden kann. Die Lösung ist so einfach wie aufwändig – natürlich über die ihnen vertrauten sozialen Medien:

 

Anders als bei begleitenden viralen Spots (s. nächstes Video) wird hier keine offensichtliche Werbung für das Buch gemacht, sondern die Charaktere werden lebendig und bieten dem Leser durch Verknüpfungen in die verschiedensten Medien hinein eine weitere, neue Ebene der Leseerfahrung.

 

In Deutschland hat der Piper-Verlag zusammen mit der Agentur Coma begonnen, innovativere Wege zu gehen: Für den Kultkommissar Kluftinger wurde auf der Facebook-Seite Kluftinger Krimis ein Spiel entwickelt, in dem die Profile der Freunde in die Story mit eingebunden werden. Coma entwickelt bereits für das im August erscheinende neue Buch von Charlotte Roche („Schoßgebete“) eine ähnliche App.

Ohne Frage, das hier Beschriebene ist mit Aufwand und Kosten verbunden – und dennoch schafft es eine loyale Community, die über Buch, Figuren und die eigene Leseerfahrung öffentlich spricht und somit einen Aufmerksamkeitsgewinn für die Verlage schafft. Der sich mit Sicherheit auch in den Absatzzahlen bemerkbar macht…

Ich würde mich ja sehr freuen, wenn jemand auf die Idee käme, die Figuren von Marcel Prousts: „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ bei Facebook zu beleben und die Story dort medial umzusetzen…. wer hat Lust? 🙂

 

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