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Kommerz, Kunst und das star sprangled banner

Viele große Marken wollen nicht nur begehrt sein, sondern: coool, hip, schwer angesagt und irgendwie auch voll porno (seit ich diese Worte einbaue, wird dieser Blog bei sehr denkwürdigen Suchanfragen von Google weit oben angespült… 🙂 ).

Und wer weiß besser, wie man sich coool, hip usw, inszenieren muss? Richtig: die cooolen, hippen Künstler, besonders die aus USA. Also, hat man sich bei Mercedes gedacht, suchen wir uns doch genau so einen aus, damit der aus unserem fetten CLA ein schickes Spaßmobil macht:

Casey Neistat ist bekannt geworden durch seine ursprünglich mal sehr konsumkritischen Aktionen zusammen mit seinem Bruder, zum Beispiel gegen Apple,. Das bringt natürlich die nötige Credibility mit sich, das ironische Augenzwinkern… Nun wäre dieser Spot eigentlich eher was für den makketing-Blog und weniger ein talketing-Thema, wenn er nicht der krönende Abschluss einer 4teiligen Reihe wäre, in der uns Neistat eindrucksvoll erzählt, wie er sich dem Thema gestellt hat. So beginnt ein solches Projekt mit der Annäherung an das Produkt:

Darauf folgt der Research, die Forschung – am besten vor Ort:

… und zu guter Letzt die Umsetzung – mit all‘ ihren Herausforderungen:

Die Klickraten sind ordentlich, bis zu 700.000 mal wurden die Clips angesehen und natürlich wird auch auf allen anderen Medien über dieses Werbephänomen berichtet: This, readers, is what storytelling is about.“ Verkauft sich der CLA deswegen besser? Wahrscheinlich nicht, aber eine Marke hat sich bei einer begehrten Zielgruppe erfolgreich ins Gespräch gebracht…

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Ziehen immer: nackte Weiber und Autos…

… und keine Sorge, so geschmacklos wie der Titel (was tut man nicht alles für ein bißchen Aufmerksamkeit in dieser infoüberladenen Medienwelt) ist die Werbung gar nicht, um die es hier geht:

„Made of pure muscle“ heisst der Slogan für diese wirklich..äh… innovative Anzeige von FIAT. Ich sehe da weniger Muskeln als vielmehr viele nackte Frauen, die ein fleißiger Grafiker in mühevoller Kleinarbeit zu einem Auto geformt hat.

Doch das wäre natürlich nicht der Rede wert, schon gar nicht im talketing-Blog: Handelt es sich hierbei doch um ein wahres Kunstwerk, was sich dem Betrachter allerdings erst erschließt, wenn er hinter die Kulissen blickt:

Was möchte uns das Unternehmen nun damit sagen? Dass es dem FIAT-Fahrer weniger um PS als vielmehr um BS (Babe-Stärke) geht? Soll hier das alte Klischee von Italien, FIAT und amore bedient werden? Oder ist es ganz einfach so, dass Autos und Frauen zusammengehören, seit Erich Jellinek sein Gefährt nach seiner Tochter Mercedes benannte?

Egal, bewiesen hat FIAT damit zumindest, dass man auch kleine Kugelautos gehörig mit Sex aufladen kann, um Aufmerksamkeit und Käufer zu bekommen…

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