Schlagwort-Archive: Marketing

makketing spricht… über rosa Marketing

Warum Mädchensachen immer in pink sein müssen und Jungs stets hellblau tragen und was das alles mit Marketing zu tun, fragten sich die bunten Herren bei „Zweiaufeins“ und luden mich wieder einmal in ihr radioeins-Studio, um ihnen Rede und Antwort zu stehen.

Alle, die es verpasst haben, können das Interview hier nachhören:

Bilder zum Gehörten und mehr zum Nachlesen gibt es hier im makketing-Blog.

Frauen reagieren angeblich körperlich auf die Farbe rot in Verbindung mit dem Prozentzeichen – und Männer eher auf nackte Haut. Doch in unseren modernen Zeiten ändert sich auch dieses Rollenmodell:

Sexismus 2013 :)

Wo ist die Gleichstellungsbeauftragte, wenn man sie einmal braucht??? 🙂

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Jetzt neu beim Rügenwalder: Kampfwürste

Die Rügenwalder Mühle ist ja schon lange mein Liebling: eine Mühle, die Wurst herstellt, und die man mittlerweile als Touristenattraktion sogar besichtigen kann. Jüngst hat man sich vom Werbegesicht Jörg Pilawa verabschiedet und kam auf die innovative Idee, die Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen, um das Unternehmen somit menschlicher aber auch ein wenig transparenter zu machen.

Doch dann kam der neue Chef… Alexander von Eich. Und der war der Meinung, dass man aus den Mitarbeitern wie aus weichem Mühlenmett stahlharte Kampfwürste formen müsste, um allen Herausforderern in der Republik zu zeigen, dass nur Rügenwalder Wurst groß und stark macht:

So viel Humor hätte man denen ja gar nicht zugetraut… und die betreuende Agentur hat mit viel Liebe zum Detail gearbeitet, wie das „Making of“ zeigt:

Fazit: Mit der Wahl von Christian Ulmen und seiner Figur hat man ein gutes Gespür bewiesen, um eine virale Aktion auch bei der entsprechenden Zielgruppe zu platzieren. Die Verknüpfung mit der „All-Stars-Tour“, bei der man sich in der Tat mit den Kombattanten messen kann, zeigt, dass eine gute Verknüpfung von below-the-line-Maßnahmen ganz andere Aufmerksamkeit schafft, als die reine klasssische Werbung.

Und was kann man gewinnen? Einen (Ge)Flügeltür-Mini…. 🙂

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Greg Karber vs Abercrombie & Fitch

… oder David gegen Goliath. Ein Mann (ursprünglich einmal alleine) gegen den großen häßlichen Konzern. Oder: Der Versuch, eine Marke umzubranden.

Worum geht es? Greg Karber stört sich daran, dass Abercrombie & Fitch in seiner Marketingstrategie einen sehr radikalen Ansatz verfolgt: „Wir wollen nur die coolen, schlanken Kunden, der Rest kann uns mal.“ – arg verkürzt formuliert. Was so in den 80ern durchaus noch üblich war und auch heute noch zu hyperventilierenden Teenies führt, ist für Karber ein gr0ßes NO GO.

Seine Idee, um dagegen anzugehen, ist nun recht simpel: Schlage den Konzern mit seinen eigenen Waffen – und das heißt in diesem Fall: Re-brand! Aber seht selbst:

7,5 Mio Klicks auf das Youtube-Video, weltweites Media-Coverage auf allen Kanälen (nur ein Beispiel hier) und Tweets nonstop mit der Folge, dass der A&F-Social Media Manager schon entnervt das Handtuch geworfen hat… Und nach Dave Carrol und seinem Song gegen United („United breaks Guitars„) wieder einmal ein Beweis dafür, dass heutzutage ein Einzelner mit Kenntnis und unter Einsatz der sozialen Medien großen Unternehmen durchaus wehtun kann.

Marketing wird nicht leichter, sondern immer schwieriger – und vielleicht sollte man diese Episode zum Anlass nehmen, doch verstärkt über „ethisches Marketing“ nachzudenken….

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Ambient goes viral

Ambient Marketing bedeutet schlicht „Marketing im Umfeld, in der Umgebung“ und soll als „nicht-klassische“ Form Kontakte dort schaffen, wo die Zielgruppe sich ohnehin bereits aufhält. Ambient Marketing wird dabei als weniger störend wahrgenommen – und führt oftmals dazu, dass sich die potentiellen Konsumenten bereitwilliger auf die Botschaft einlassen, sie werden oftmals sogar aktiv und verbreiten das Gesehene/Erlebte dann auch noch.

Soviel zur Theorie. Anders als Guerilla-Marketing ist Ambient Media weniger aktionslastig – beiden gemein ist jedoch, dass die Aktionen immer häufiger auf Video festgehalten und dann viral im Netz verbreitet werden. Hier nun eine kleine Auswahl aktueller Beispiele:

Die erste Aktion mag ein wenig eklig sein, hat aber gut funktioniert:

Denn in dem Film „Contagion“ geht es nun einmal um Bakterien, Viren und Ansteckung….

Bleiben wir noch etwas „shocking“:

 

Okay, weg vom Horror, hin zur Liebe. Wie erreiche ich meine verschämte Zielgruppe, wenn es um Kondome geht? Seht selbst:

 

„Malen nach Zahlen“ ist ja ein alter Hut: Malen mit Wein ist der neue Trend!

 

Und natürlich kann man auch „klassische“ Medien wie Billboards so gestalten, dass sie eine hohe Aufmerksamkeit erzielen:

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Klassisches Ambient-Guerilla-Viralmarketing?!

Besonders gelungen sind ja Aktionen, die sich jeder Kategorisierung entziehen:

 

Ist sie klassisch (Plakatierung)? Oder doch ambient (Verteilung im Stadtgebiet)? Guerilla (aktionsbetont)? Oder viral? Sie ist alles auf einmal! Wir brauchen also eine neue Marketing-Schublade… 🙂

Unterm Strich eine sehr schöne, aufmerksamkeitsstarke Aktion!

 

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makketing spricht… über Jägermeister

Ältere Semester können sich vielleicht noch an Rudi, den röhrendenHirschen, erinnern, den man in dern 80ern anrufen konnte (war ein großer Partyspaß – jaja, so war das damals…) – eine weitere der „wilden“ Werbeaktionen von Jägermeister. Und da es bei „Zwei auf eins“ diesen Sonntag um „Mast“ ging, kag es nahe, über den Marketing-Macher Günter Mast ein wenig zu plaudern….

Nachhören könnt ihr es wie immer hier:

Auf Wiederröhren!

Bilder, Videos und mehr zum Thema findet ihr auf dem makketing-Blog!

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Guerilla Marketing: Überraschung erzeugt Gespräche

Egal ob legal, halblegal oder illegal: Die beste Guerilla-Marketing-Idee verpufft, wenn über die Aktion nicht gesprochen wird. Ein „du glaubst gar nicht, was ich heute gesehen habe….“ war lange Zeit der angestrebte Effekt, kann aber heute nur noch das Minimalziel sein.

Eines der Guerilla-Highlights des letzten Jahres, nämlich das kommunikative Kapern eines Easy-Jet-Fluges durch German Wings, hätte bloß 50 Flugreisende erreicht, wenn es nicht aufgezeichnet und bei YouTube veröffentlicht worden wäre. Die virale Verbreitung führte zu hunderttausenden Kontakten….

Hier dazu noch ein schöner Blick hinter die Kulissen, denn Guerilla-Marketing bringt ja den großen Vorteil mit sich, dass die Kosten sehr überschaubar sind:

Die höchste Wirkung entfalten Guerilla-Aktionen jedoch dann, wenn sie nicht losgelöst und punktuell eingesetzt werden, weil irgendeine Agentur eine flippige Idee hatte, sondern wenn sie in eine Kommunikationsstrategie eingebunde sind, die die Überraschung und die entstehenden Gespräche weiter kanalisiert und in die gewünschte Richtung leitet:

Egal mit welchem Instrument, egal in welchem Medium: Aufmerksamkeit zu erreichen reicht alleine nicht aus. AIDA greift zu kurz. Möchte ich Erfolg haben, muss ich soviele Mensche wie möglich zum talketing bringen!

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Fundstück „Manipulation“

„Viel weiter sind wir heute allerdings auch nicht gekommen. Unternehmen und Organisationen, die Events – also Feste – für Kunden und Mitarbeiter organisieren, um in Erwartung einer späteren Gegengabe etwas zu spendieren, gelten als heimtückisch. Beteiligen sich Firmen an großen Veranstaltungen, als Sponsor beispielsweise, gilt bei einigen Zeitgenossen gleich die ganze Sache als „gekauft“.Manipulation, was sonst? Nur: Manipulation heißt ursprünglich auch nichts anderes als Handreichung, die nötig ist, wenn man tauscht. Im Lichte der ideologischen Verzerrung aber ist es heute so: Gibt man jemandem etwas, weil man erwartet, dass er seinerseits etwas abzugeben bereit ist – dann ist das zum sittlichen oder ökonomischen Nachteil des Beschenkten. Und derjenige, der zuerst gab, ist ein Schuft.Genährt wird solcher Unfug freilich auch von Betriebswirten und Marketingleuten selbst. Sie ordnen die Event-Marketingmaßnahmen den sogenannten „Below the line“-Techniken zu. Hier horchen Seeleute und Alarmisten gleichermaßen auf. Unterhalb der Linie – das meint unterhalb der Wasserlinie. Bei Schiffen ist das der Bereich, der im Dunklen liegt. Oberhalb dieser Linie siedeln die Marketingleute die klassischen Kommunikationsinstrumente an. Sie sind klar erkennbar und transparent, wie Werbung, PR & Co.“

viabrand eins Online: „Die Überraschung“ – brand eins 02/2011 – SCHWERPUNKT: MARKETING/EVENT.

Mehr zum Thema hier.

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makketing spricht….. über Nagellack

Die Jungs von „radioeins“ scheinen mich herausfordern zu wollen… 🙂 Doch kein Thema ist zu abwegig, um es nicht auch unter Marketing-Gesichtspunkten zu betrachten! Wer das Interview verpasst hat, kann es hier nachhören:

Revlon, Chanel & Co

Natürlich gibt es in den kommenden Tagen wieder eine kleine Zusammenfassung im makketing-Blog, dann auch mit Links und Videos zum Thema!

Nachtrag 8. März: Diesmal war ich flink…. hier könnt ihr mehr zum Thema „Marketing & Nagellack“ nachlesen! Viel Vergnügen!

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talketing is story-telling

Wenn ich Gespräche initiieren und gestalten möchte, dann muss ich mir vorab nicht nur darüber klar werden, welchen Inhalt ich kommunizieren möchte, sondern auch, welche Form ich dafür wählen muss.

Simples Absondern plumper Marketing-Botschaften reicht schon lange nicht mehr aus, um im umkämpften Markt der Aufmerksamkeit beachtet zu werden. Der Adressat unterscheidet nur zu genau in das, was für ihn relevant und interessant ist und den Rest – nämlich Müll.

Als Allheilmittel wird im Moment das story-telling angesehen: Wir sehen am Beispiel des „Manufactum„-Katalogs, wie die kleinen Geschichten zu den Produkten enorm zur Wertsteigerung beitragen, doch auch hier gilt: Geschichten erzählen ist nicht schwer, gehört zu werden dagegen sehr.

Wie so häufig lohnt sich ein Blick über den Tellerand: Sebastian Rudolph zeigt in dem Blog PR-Fundsachen anhand der Serie „Lost“ auf, wie gutes story-telling aufgebaut sein sollte. Wenn die Bereitschaft, sich mit Inhalten auseinanderzusetzen schwindet und wir zusehends in der Informationsflut unterzugehen drohen, muss der Erzähler uns zunächst eine Plattform anbieten, eine Hauptbühne, von der aus sich alle weiteren Stränge entwickeln können, aber auch wieder zurückführen. Insbesondere, wenn viele verschiedene Nebenbühnen die Geschichte beleben – z.B. auch indem wir crossmedial arbeiten, also viele verschiedene Medien nutzen -, ist der rote Faden von großer Bedeutung. Denn dieser hält uns als Empfänger nicht nur bei der Stange, sondern er bindet uns in eine Community ein – wenn er zu fesseln vermag!

Was fesselt uns? Menschen! Denn Menschen erzählen Geschichten, Geschichten erzählen von Menschen. Es sind Menschen, die langweilige und abstrakte Themen in fesselnde Geschichten verwandeln. Daher sollten auch wir nicht als Firmen oder Unternehmen sprechen, sondern als Mitarbeiter, Gründer, Unternehmer, und unsere Geschichte erzählen, oder die der Menschen, mit denen wir arbeiten, oder die der Menschen, für die wir arbeiten. So sehr uns Apple-Produkte interessieren, so ist es doch Steve Jobs, der die Marke mit seiner Aura gefüllt hat.

Und auch eines der erfolgreichsten Bücher erzählt von Menschen: die Bibel. Auch das zweiterfolgreichste: Harry Potter. Nur das mit der drittgrößten Auflage nicht: der IKEA-Katalog. Oder doch…..? 🙂

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