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Wenn die Cola 2x klingelt….

Der neue Bond „Skyfall“ ist nicht nur ein wunderbares Beispiel, wie man einen Film mächtig ins Gespräch bringt, sondern auch dafür, wie Product Placement mittlerweile nicht mehr nur die Präsenz im Film nutzt, sondern ein immer stärkeres Eigenleben entwickelt.

Genügte es „früher“ einmal, dass Bond ein technisches Gerät im Film benutzte, so inszeniert sich das Produkt heute auch außerhalb der Kinoleinwand:

Ob Sony, Heineken oder Omega, sie alle warben mit Bond. Doch selbst die klassische Werbung reicht heutzutage nicht mehr aus, denn das Produkt will erfahren und alle Kommunikationskanäle wollen bespielt werden. – und das muss dann im richtigen Setting passieren….

Okay, ich weiß natürlich nicht, ob in den Sodas wirklich Coke drin war… aber der Titel dieses Blogposts ist trotzdem gerechtfertigt… irgendwie… denn auch Coca Cola hat sich des Bond-Hypes angenommen und sich mit einer wunderbaren Ambient Guerilla – Aktion (falls es den Begriff noch nicht geben sollte, so habe ich ihn soeben erfunden) in Szene gesetzt:

Let’s talk Bond, Baby… und Daniel Craig musste dafür noch nicht einmal bei Markus Lanz den Sackhüpfenpfosten spielen… 🙂

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Wenn Marken Filme drehen – storytelling extrem

Product Placement war gestern – könnte man trotz der vielen, gut platzierten Marken im kommenden Bond „Skyfall“ meinen. Hier nur ein Beispiel:

Immer mehr Firmen gehen jedoch dazu über, sich nicht mehr nur als Beiwerk in einem Film zufrieden zu geben, sondern prdouzieren lieber selbst gleich einen Film, in der sie ihre Marke perfekt in Szene setzen können. „Branded Entertainment“ heisst das Zauberwort, das uns neuerdings jede Menge Filmchen beschert.

Denn der 30-Sekunden-Spot reicht schon lange nicht mehr aus – heute müssen, den Seh- und Filmgewohnheiten des Publikum angepasst, spannende, aufregende Stories inszeniert und erzählt werden. Und dank YouTube lassen sich diese teuer produzierten Filme sehr günstig viral, verbreiten.

H&M punktet aktuell mit unheimlicher Atmosphäre, um ihre neue Männerkollektion zu präsentieren:

Noch aufwändiger treibt es die T-Com, die Mads Mikkelsen gleich durch acht Länder jagt – hier der Trailer, die ersten beiden Episoden sind bereits online:

Und bei Mercedes hat man MacGyver reaktiviert für eine kleines, feines Revival:

Es geht hier eben nicht mehr um Werbung, sondern darum als Marke eines der liebsten Felder der Konsumenten zu besetzen: die Welt des Entertainment. Nicht mehr störend als Unterbrechung, sondern als Anbieter von Inhalten. Es ist daher auch nur noch eine Frage der Zeit, bis wir ins Kino gehen und Eintritt dafür bezahlen werden, um – ganz offiziell – einen T-Com, Mercedes oder McDonalds-Film zu sehen.

Storytelling extrem, denn dann werden wir kaum noch merken, dass es Marken und Unternehmen sind, die uns die bunten Geschichten erzählen…

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