Schlagwort-Archive: storytelling

Besser….

…kann man die Wirkung von gutem Storytelling nicht darstellen… 🙂

 

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Always look at the bright side of life…

…badam, badam, badambadambadam… möchte man da doch gleich mitsummen. Viele kleine Dinge können das Leben „bright“ machen, zum Beispiel, wenn man beim Wechsel zu seiner neuen Autoversicherung 15% gespart hat. Das mag jetzt unsereins noch nicht ganz so begeistern, aber wenn man in einer mißlichen Situation steckt, wirken solche Details stimmungserhellend:

Es ist eine hohe Kunst, eine gute Geschichte in 30 Sekunden zu erzählen, aber noch bemerkenswerter finde ich, dass es hier gelungen ist, auch ein so langweiliges Produkt wie eine Autoversicherung und eine nicht viel prickelndere Botschaft wie „Jetzt 15% sparen!“ mit einem Augenzwinkern sehr unterhaltsam zu präsentieren.

Die Idee ist das eine, die Kreation, die Umsetzung der Idee, das andere – aber es würde nie funktionieren ohne den Mut des Auftraggebers. Versicherungsanbieter müssen also gar nicht langweilig sein, wenn sie ein wenig mutig sind (das hat Hornbach ja im Bereich „Baumärkte“ vorgemacht).

Also: ein dickes Danke an Geico, dass Sie uns diese amüsanten 30 Sekunden jeweils geschenkt haben – und zudem ein tolles Beispiel dafür, wie man story-telling in einer halben Minute auf den Punkt bringt.

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Kommerz, Kunst und das star sprangled banner

Viele große Marken wollen nicht nur begehrt sein, sondern: coool, hip, schwer angesagt und irgendwie auch voll porno (seit ich diese Worte einbaue, wird dieser Blog bei sehr denkwürdigen Suchanfragen von Google weit oben angespült… 🙂 ).

Und wer weiß besser, wie man sich coool, hip usw, inszenieren muss? Richtig: die cooolen, hippen Künstler, besonders die aus USA. Also, hat man sich bei Mercedes gedacht, suchen wir uns doch genau so einen aus, damit der aus unserem fetten CLA ein schickes Spaßmobil macht:

Casey Neistat ist bekannt geworden durch seine ursprünglich mal sehr konsumkritischen Aktionen zusammen mit seinem Bruder, zum Beispiel gegen Apple,. Das bringt natürlich die nötige Credibility mit sich, das ironische Augenzwinkern… Nun wäre dieser Spot eigentlich eher was für den makketing-Blog und weniger ein talketing-Thema, wenn er nicht der krönende Abschluss einer 4teiligen Reihe wäre, in der uns Neistat eindrucksvoll erzählt, wie er sich dem Thema gestellt hat. So beginnt ein solches Projekt mit der Annäherung an das Produkt:

Darauf folgt der Research, die Forschung – am besten vor Ort:

… und zu guter Letzt die Umsetzung – mit all‘ ihren Herausforderungen:

Die Klickraten sind ordentlich, bis zu 700.000 mal wurden die Clips angesehen und natürlich wird auch auf allen anderen Medien über dieses Werbephänomen berichtet: This, readers, is what storytelling is about.“ Verkauft sich der CLA deswegen besser? Wahrscheinlich nicht, aber eine Marke hat sich bei einer begehrten Zielgruppe erfolgreich ins Gespräch gebracht…

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Schwülst, Bombast, Pathos: der schlimmste Werbespot 2013

… und wahrscheinlich auch einer der teuersten, denn hier ist alles kostbar – selbst der Music-Score wurde von niemand geringerem als Hans Zimmer geschrieben:

Nein, das ist nicht der Trailer für ein kommendes Kino-Highlight, sondern Werbung für den Duft Shalimar von Guerlain, der zumindest damals in den 80er durchaus beliebt war. Und es ist storytelling de luxe, denn erzählt wird hier vor atemberaubender Kulisse (und mit reichlich nackter Haut, zumindest für youtube) die Legende des mogulischen Kaisers Shah Jahan und seiner übergroßen Liebe zu seiner Frau Mumtaz Mahal im 17. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Diese bittersüße Geschichte inspirierte 1925 Jacques Guerlain derart, das er den Duft „Shalimar“ schuf, benannt nach den Gärten von Muhals Palast (sage mir hier niemand, man würde bei talketing nichts lernen…).

So, und wenn dann nun bitte auch alle schmachtenden Damen wieder aus ihrer Ohnmacht erwachen würden, den Duft gibt es schon für die klitzekleine Investiiton ab 50 Euro und riecht übrigens genauso barock wie die Inszenierung des Clips….

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Jetzt kommt Kate – arte wird transmedial

Geschichten erzählen, Storytelling, öffnet über das Ohr unser Herz und unser Hirn – und oft auch unser Portemonnaie,  daher ist es heutzutage aus dem Marketing nicht mehr wegzudenken, wenn es um Wertschöpfung geht.

Transmediales Storytelling ist nun der Versuch, eine Geschichte auf vielen unterschiedlichen Kanälen zu erzählen – und das meint nicht, die gleichen Inhalte in verschiedene Kanäle zu stellen, sondern in den unterschiedlichen Medien die Geschichte in verschiedene Richtungen oder unter anderen Aspekten fortzusetzen.

Eine große Herausforderung, der sich im April der Sender „arte“ stellen will: „About:Kate“ wird nämlich nicht nur eine 14teilige Serie sein über eine junge Frau, die sich im Netz verloren hat und die sich freiwillig in eine Nervenklinik einweist, um herauszufinden, wer sie wirklich ist,

sondern uns auf vielerlei Weise tief in die Geschichte hineinziehen: Auf der dazugehörigen Website können die Zuschauer auch zwischen den Ausstrahlungen Kate fast schon stalken: Wir können verfolgen, wohin sie surft, was sie im Internet hört, welche Beiträge sie für Foren verfasst usw. – in Echtzeit.

Damit nicht genug, schon heute können wir Kate Harff, so heißt die junge Protagonistin, auf Facebook folgen, uns mit ihr befreunden und sie bereits einen Monat vor der Sendung der ersten Episode am 27. 4. kennen lernen. Für iOS und Android gibt es ab April dann noch eine kostenlose App: Die Fragen, mit der Kate während ihrer Therapie konfrontiert werden wird, wird auch der User auf sein Smartphone erhalten. Doch mehr noch: Die App erkennt Tonsequenzen der Serie und verknüpft sich dann von alleine mit dieser.

Zu guter Letzt setzt arte auf die Kreativität seiner Zuschauer und fordert auf, seine Creative-Plattform für Videos und Fotostrecken zu nutzen. Ab der dritten Folge sollen Teile dieses Contents dann in die Dramaturgie der Serie eingebaut werden – der Zuschauer wird zum Gestalter.

Ein sehr spannendes Projekt, auf das ich mich schon außerordentlich freue.  Die Macher, unter ihnen Produzent Christian Ulmen, wollen mit diesem Experiment auf die sich verändernden Sehgewohnheiten eingehen, denn schon heute twittern die Zuschauer via „Couchfunk“ ihre Kommentare zu einer Sendung oder sind mit ihrem Tablet online, um zu chatten oder Hintergrundmaterial zu suchen. Wird das also das Fernsehen der Zukunft werden?

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