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Ich hätt‘ gern mal ein Rohr verlegt…

Kaum zu glauben, aber wahr: Es geht hier jetzt um storytelling – und auch um pornöse Stereotypen… Für jeden ist also etwas dabei!

Die Kunst des Geschichten-Erzählens in der Werbung liegt ja darin, in aller Kürze uns ein Produkt mit einer story zu präsentieren. Das geht oftmals nur durch die Nutzung von Stereotypen, denn dabei müssen nicht viele Worte verloren werden – und jeder findet schnell in das Setting rein. Was brauchen wir nun, um schnell ins Thema *räusper* „erotische Unterhaltung“ zu kommen? Zum Beispiel einen Pizzaboten, einen heißen Hasen im Handtuch und Ebbe im Portemonnaie:

Oder zwei Freundinnen allein zuhause,  einen dümmlichen Muskelhonk und einen schmutzigen Pool:

Sofort hat man Bilder im Kopf – und umso erfrischender ist es, dass die Klischees dann durchbrochen werden. Diese Überraschung macht Spaß beim Ansehen und transportiert auch noch auf feinste Art die Botschaft: „Fantasy happens.“ Aber nur auf Amour Adult TV.

Neben diesem Dreh im storytelling ist es jedoch ebenso die stimmige Umsetzung: Die Spots sehen einfach aus wie ein billiger Porno. Wie immer ist die Idee zwar die halbe Miete – aber erst die Umsetzung macht den Erfolg.

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Go viral – aber wirklich….

Die Vorteile des viralen Marketing sind ja hinlänglich bekannt: Egal ob schnell und billig produziert oder sorgfältig und kostspielig umgesetzt – die Verbreitung des Spots erfolgt via YouTube und dank der begeisterten und weiterleitenden Zuschauer.

Schade nur, wenn bereits im Titel des Clips der Absender genannt wird, oder? Gerade der oftmals gewünschte Überaschungseffekt geht dann verloren….

Da funktioniert  dies hier doch viel besser (und ich weiß leider nicht, ob das so geplant war vom Absender (wenn ja: Daumen hoch) oder eher zufällig entstanden ist:

„Funny Fail. Compliment went wrong“ erregt im viralen Alltagseinerlei doch viel eher unsere Aufmerksamkeit als „lustiges Video von Marke xy“.

Wenn es um die virale Verbreitung geht, reicht es also nicht nur aus, einen inhaltlich besonders guten Spot zu kreieren, sondern sich auch darüber Gedanken zu machen, worauf die User stärker reagieren, wenn sie Headlines und Titel lesen.

Nebenbei bemerkt: Wieder einmal punktet eine einfache Idee, die auf den Punkt gebracht umgesetzt wurde…..

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Wir lieben Überraschungen!

Wenn es darum geht, unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen und eine Botschaft gut zu verankern, dann dient  die Überraschung als  gutes Element dazu in der Kommunikation.

Wir alle haben unsere Denkschemata, die uns helfen vorherzusagen, was als nächstes passieren wird (und welche Entscheidung wir daher treffen sollten). Scheitern unsere Voraussagen, dann aktiviert dieser Überraschungseffekt unsere Aufmerksamkeit, denn vielleicht müssen wir unsere Schemata ja für die Zukunft anpassen….

Natürlich kann mit diesen Erwartungen auch ganz bewusst gespielt werden:

Wenn ein Ereignis überraschend sein soll, darf es nicht vorhersehbar sein – damit aber eine Überraschung befriedigend ist, muss sie nachvollziehbar sein. Reine Effekthascherei wirkt da kontraproduktiv:

Natürlich setzt auch das Guerilla-Marketing erfolgreich auf den Überraschungseffekt:

– der sich im Fall von Ikea auch mit deutlich erhöhter Aufmerksamkeit bezahlt gemacht hat.

Damit die Überraschung wirkt, muss herausgefunden werden, was an der Botschaft den Erwartungen der Zielgruppe widerspricht, denn die Botschaft muss so vermittelt werden, dass die Erwartung der Adressaten im entscheidenden Augenblick widerlegt wird.

Der gesunde Menschenverstand ist der Feind einer einprägsamen Botschaft!

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talketing: Worüber wird eigentlich gesprochen?

Wenn wir Gesprächen Raum geben wollen, sie gestalten oder moderieren möchten, so stellt sich zuerst die Frage, worüber eigentlich gesprochen wird. Studien zeigen, nicht wirklich überraschend, dass vor allem über außergewöhnliche oder überraschende Ereignisse geredet wird:

1. Exklusivität
Einzigartigkeit bringt Aufmerksamkeit. Und manchmal zieht auch hier das alte „erste Gebot im Marketing“ von Ries/Trout: „Seien Sie Erster!“ Exklusivität heisst aber auch, Inhalte zu verknappen und sie nur Ausgewählten zur Verfügung zu stellen, denn: Verknappung macht attraktiv.

2. Außergewöhnliches
Alltägliches ist uns zu banal – wir kennen das von Twitter. Wer nur schriebt, wie er sich seinen Kaffee kocht, ihn zuckert und dann trinkt, wird schnell wieder entfollowt.

„Schräge“ Aktionen allerdings bringen uns zum Reden:

3. Service
Nicht klassische Werbeangebote interessieren die Menschen, sondern auch hier ist es eher das Besondere, das zu Gesprächen führt. Service, der überrascht, der unsere Erwartungen übertrifft (und nicht nur erfüllt, denn das ist eine Mindestanforderung!) – aber auch besonders mieser Service…. es gibt ja nicht nur gute Gespräche….

4. Andersartigkeit
Bestes Beispiel: das Berliner Kochhaus. Kein weiteres Feinkostgeschäft, sondern ein „begehbares Kochbuch“:

5. Überraschungen
Überraschungen unterbrechen unsere Denkschemata und aktivieren so unsere Aufmerksamkeit. Nur: Damit dieser Effekt sinnvoll eingesetzt werden kann, sollte stets eine zentrale Aussage hinter der Überraschung stehen – sonst verpufft sie schnell und wir zur Luftnummer.

6. Guter Zweck
Was ist den Menschen wichtig? In erster Linie sie sich selbst – aber danach folgen Ideale, Prinzipien und andere Menschen. Neben dem Eigeninteressen haben wir alle unterschiedliche Gruppeninteressen – und auch die regen uns zu Gesprächen an – die es bis ins Radio schaffen…

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