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Statt Scheibenwischer: Werbung!

Sobald es wieder etwas wärmer wird, schwärmen sie aus: die Scheibenputzer, Jongleure und Feuerspucker an den großen Kreuzungen. 1.000 mal gesehen wecken sie nun unsere Aufmerksamkeit nicht mehr wirklich.

Auch Werbung an Ampeln ist nun nichts Neues: Mal verteilt ein Bio-Supermarkt rosigrote Äpfel, mal soll uns ein flugs ausgerolltes Banner davon überzeugen, an irgendeinem Radio-Gewinnspiel teilzunehmen. Innovativ geht irgendwie anders.

In Singapur zeigte eine Autoversicherung, dass man eine Rotphase auch ganz anders für Werbung nutzen kann:

Die nur punktuell durchgeführte Aktion wurde viral verstärkt – und Hingucker waren diese Mini-Shows allemal. Da vergißt man doch glatt das Nasebohren an der Ampel…

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Wie man zur richtigen Reise animiert… Storytelling im Tourismus 3

Tourismus-Werbung ist ja sooo schwer, denn alle Bilder sind schon gezeigt… Brandung, Sonnenuntergänge, Frühstücksbuffets, die immer gleichen Hotelzimmer… Austauschbarkeit pur. Dementsprechend tun sich die touristischen Anbieter auch ziemlich schwer mit dem Medium Film. Logisch, wer nur verbrauchte Bilder zeigt, kann damit nicht punkten. Wer sich aber fragt, was wir eigentlich buchen – und was wir im Urlaub suchen und was einen wirklich gelungenen Urlaub ausmacht, der findet nicht nur eine gute Story – sondern auch frische Bilder.

Ich stelle einfach mal zwei Beispiele gegenüber:

Muss ich noch viel erklären? Es sind die Menschen, die Geschichten erzählen. Es sind Geschichten, die Bilder entstehen lassen. Es sind Bilder, die Atmosphäre schaffen. Und dann wird es selbst bei einem Design-Hotel zweitrangig, wie die Räume aussehen…

Und wer mir jetzt kommt und sagt: „Jaha, aber der zweite Spot war bestimmt auch viel viel teurer…!!“, dem sei hier noch ein weiteres Beispiel gezeigt, wie selbst mit weniger Etat ein Hotel effektvoll in Szene gesetzt werden kann:

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makketing spricht… über Werbeversprechen

Letzten Sonntag noch am Telefon, diesmal live im Studio – ich war wieder einmal bei „2 auf eins“ eingeladen. Thema: Muss Werbung halten, was sie verspricht?

Anhören kann man sich das wie immer hier:

Werbeversprechen

Beispiele für das Thema gibt es ohne Ende, ich stelle ein paar davon zusammen und biete  – auch wie immer – demnächst auf dem makketing-Blog ein bißchen mehr Hintergrundmaterial. Zum Beispiel auch dazu, ob die Wirkung von Alpecin wirklich so wissenschaftlich bewiesen ist, wie sie immer tun…

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The iPad-Girl – schnöde Werbung

Vielleicht habt ihr auch in den letzten Tagen den etwas schrägen Clip vom iPad-Girl in New York gesehen? Nicht? Dann hier:

Ein schönes viral, das schon über 800.000 Mal angesehen wurde – doch handelt es sich hier nicht um eine nerdige Kunstaktion oder eine abgedrehte Verhaltungsforschung, sondern um schnöde Werbung, auch wenn kein Abbinder den Absender nennt. Achtet einmal darauf: Was schaut sich der junge Mann denn für Seiten an? Richtig: Hier wirbt die in den USA neue „Cosmopolitan for Guys“ um Aufmerksamkeit.

Endlich können die US-Jungs erfahren, was Frauen wirklich wollen – direkt von der Quelle, von dem Frauenfachblatt itself! Und natürlich ist die mediale Darreichungsform jungensgerecht für das iPad entwickelt worden. Dennoch: der Spot ist eine gute Idee, clever umgesetzt und erfolgreich viral gestreut – talketing eben….

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We are all workers

we are all workers

Auf den ersten Blick scheint es sich hier um die übliche Jeans-Reklame zu handeln: Die Hose des Arbeiters, robust und widerstandsfähig und – zumindest wenn es eine Levi’s ist – kein modisches Chichi.

Neben coolen Plakaten noch einen schönen, schwer pathetischen Werbespot – Jeans wollen ja auch verkauft werden…

 

Doch es lohnt der 2. Blick, denn Levi’s hat hier ein großes, sehenswertes Projekt gestemmt. Braddock in Pennsylvania ist nach der Pleite seiner Stahlfabriken eine verfallene, sterbende Stadt. Die jungen Leute wandern aus, es fehlt das Geld, öffentliche Gebäude zu sanieren und viel schlimmer, es fehlt jegliche Hoffnung.

Levi’s, durchaus geschichtsbewusst, entsandte neue, urbane Pioniere, die Braddock beim Wiederaufbau helfen sollten:

Sieht immer noch nach Werbung aus – aber nicht mehr so schlimm 🙂

Unendlich viel spannender und berührender ist jedoch die 11teilige Dokumentation dieser Arbeit und der Bürger von Braddock, die durch diese Aktion wieder neue Hoffnung schöpfen. Bei aller Absicht von Levi’s, Hosen zu verkaufen, so ist diese Aktion doch ehrlicher und authetischer als vieles vergleichbares, was ich bisher gesehen habe.

Es geht hier um einen ur-amerikanischen Mythos, und der damit verbundere Pathos mag uns manchmal befremdlich erscheinen; es lohnt sich jedoch sehr, sich die Zeit zu nehmen, um sich die 11 Folgen bei youtube anzusehen.

Die mediale Auferksamkeit hat sich, neben dem „Ausschlachten“ für eigene Werbezwecke, für Levi’s gelohnt, dennoch haben sie auch die Glaubwürdigkeit ihres Markenkerns stark aufgeladen – und was wirklich Gutes getan.

 

 

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Fundstück „Manipulation“

„Viel weiter sind wir heute allerdings auch nicht gekommen. Unternehmen und Organisationen, die Events – also Feste – für Kunden und Mitarbeiter organisieren, um in Erwartung einer späteren Gegengabe etwas zu spendieren, gelten als heimtückisch. Beteiligen sich Firmen an großen Veranstaltungen, als Sponsor beispielsweise, gilt bei einigen Zeitgenossen gleich die ganze Sache als „gekauft“.Manipulation, was sonst? Nur: Manipulation heißt ursprünglich auch nichts anderes als Handreichung, die nötig ist, wenn man tauscht. Im Lichte der ideologischen Verzerrung aber ist es heute so: Gibt man jemandem etwas, weil man erwartet, dass er seinerseits etwas abzugeben bereit ist – dann ist das zum sittlichen oder ökonomischen Nachteil des Beschenkten. Und derjenige, der zuerst gab, ist ein Schuft.Genährt wird solcher Unfug freilich auch von Betriebswirten und Marketingleuten selbst. Sie ordnen die Event-Marketingmaßnahmen den sogenannten „Below the line“-Techniken zu. Hier horchen Seeleute und Alarmisten gleichermaßen auf. Unterhalb der Linie – das meint unterhalb der Wasserlinie. Bei Schiffen ist das der Bereich, der im Dunklen liegt. Oberhalb dieser Linie siedeln die Marketingleute die klassischen Kommunikationsinstrumente an. Sie sind klar erkennbar und transparent, wie Werbung, PR & Co.“

viabrand eins Online: „Die Überraschung“ – brand eins 02/2011 – SCHWERPUNKT: MARKETING/EVENT.

Mehr zum Thema hier.

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makketing spricht…

Am 7. November durfte ich zu Gast bei radioeins in Babelsberg sein, genauer gesagt bei Sven Oswald und Daniel Finger. Thema ihrer Sendung „2 auf eins“ war diesmal das Thema „sauber“.

Meister Proper wäscht so sauber, das man sich drin spiegeln kann, Ariel wäscht nicht nur sauber, sondern rein, irgendwann dann porentief rein – und Sagrotan killt nun 99,9% aller Keime. Wie geht die Werbung mit dem Thema sauber um? Aber hört selbst:

2a120101107_Sauber_Sauber_vermarkten

Wie sich Meister Proper im Laufe der Jahre verändert hat, ist hier zu sehen:

und auch Klementine soll hier zu ihrem Recht kommen 🙂

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